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Sport

Zweiter Etappensieg für Sagan

Der Slowake Peter Sagan hat die dritte Etappe der Tour de France gewonnen. Mehrere schwere Stürze überschatteten das Teilstück.

In Boulogne-sur-Mer, der Heimatstadt des französischen Fußball-Nationalspielers Franck Ribéry, endet die dritte Etappe der Tour de France. Und zum zweiten Mal durfte Peter Sagan jubeln. Auf der stark ansteigenden Zielgeraden setzte sich der 22 Jahre alte Slowake aus einer Spitzengruppe herasu souverän gegen den Norweger Edvald Boasson-Hagen und Peter Velits, ebenfalls aus der Slowakei, durch. Für Sagan, der auch die erste Tour-Etappe für sich entschieden hatte, war es bereits der 15. Saisonerfolg. Vierter wurde Prolog-Sieger Fabian Cancellara. Der Schweizer verteidigte damit erneut das Gelbe Trikot des Spitzenreiters der Gesamtwertung. Tagessieger Sagan fährt in Grün, dem Trikot des Punktbesten.

Ausreißer gestellt

Die Etappe führte über 197 Kilometer von Orchies nahe der belgischen Grenze in die am Ärmelkanal gelegene Stadt Boulogne-sur-Mer. Vier Kilometer nach dem Start setzte sich eine fünfköpfige Ausreißergruppe ab, die auf der welligen Strecke zeitweise fünfeinhalb Minuten vor dem Feld lag. Doch gegen Ende des Rennens schmolz der Vorsprung zusammen. Sechs Kilometer vor dem Ziel wurde mit dem Ukrainer Andrej Grivko der letzte der Ausreißer gestellt.

Zwei Fahrer gaben auf

In der hektischen Schlussphase mit vier Bergwertungen alleine auf den letzten 16 Kilometern setzte der Franzose Sylvain Chavanel die erste ernsthafte, aber letztlich erfolglose Attacke. 450 Meter vor dem Zielstrich schloss die Spitzengruppe um Sagan auf, die zuvor durch einen vom spanischen Sprinter Oscar Freire ausgelösten Massensturz dezimiert worden war. Im Verlauf der Etappe hatte es bereits mehrere Stürze gegeben. Der Weißrusse Konstantin Siwzow und der Spanier Jose Joaquin Rojas konnten nicht weiterfahren - die ersten beiden Ausfälle der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt.

Der Spanier Pablo Urtasun liegt nach einem Sturz auf der dritten Etappe auf der Straße. Foto: dpa-pa

Auch der Spanier Pablo Urtasun stürzte, konnte aber weiterfahren

Martins "Invalidengruppe"

Der Deutsche Tony Martin war auf der ersten Etappe gestürzt und hatte sich dabei – wie später diagnostiziert wurde – das Kahnbein der linken Hand gebrochen. Seitdem trägt er eine Manschette um die verletzte Hand. Der Zeitfahr-Weltmeister fuhr auf der dritten Etappe meist an der Seite seines spanischen Leidensgenossen Luis Leon Sanchez, der ebenfalls seit der ersten Etappe mit gebrochener Mittelhand unterwegs ist. "Wir haben schon gewitzelt, dass wir die Invalidengruppe sind", sagte Martin.

Toursieger Evans verbessert sich

Bestplatzierter Deutscher in Boulogne-sur-Mer war Andreas Klöden, der 13. wurde und in der Gesamtwertung mit einem Rückstand von 19 Sekunden auf dem neunten Rang liegt. Spitzenreiter Cancellara hat weiterhin einen Vorsprung von sieben Sekunden auf den Briten Bradley Wiggins, der zu den Favoriten auf den Gesamtsieg zählt. Vorjahressieger Cadel Evans rückte um zwei Ränge auf Platz sechs vor.

Die vierte Etappe führt am Mittwoch (04.07.2012) über 214 Kilometer von Abbeville nach Rouen – ein Teilstück wie gemacht für die Sprinter. Dabei könnte es erneut zu einem Duell zwischen dem Deutschen André Greipel und dem Briten Mark Cavendish kommen. Auf der zweiten Etappe hatte sich Weltmeister Cavendish am Montag in Tournai um Reifenbreite gegen Greipel durchgesetzt.

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