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Aktuell Amerika

Zweite Runde bei Präsidentschaftswahlen in Kolumbien

Am Wahltag herrschte Ruhe in Kolumbien. Trotzdem gingen weniger Menschen zur Urne als vor vier Jahren. Sie werden nun erneut ihre Stimme abgeben müssen - keiner der Kandidaten erhielt die Mehrheit.

In Kolumbien wird eine Stichwahl darüber entscheiden, wer der nächste Staatspräsident wird. Weder der amtierende Staatschef Juan Manuel Santos (Artikelbild) noch sein Herausforderer Oscar Iván Zuluaga haben bei den Präsidentschaftswahlen eine Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen können. Zuluaga erhielt nach Auszählung von 99 Prozent der Wahllokale demnach 29,3 Prozent der Stimmen, Präsident Santos landete auf Platz zwei mit 25,6 Prozent.

Santos hatte während des Wahlkampfes dafür geworben, in seiner möglichen zweiten Amtszeit die Friedensverhandlungen mit der linksgerichteten FARC-Guerrilla fortzuführen. Sein Widersacher Zuluaga möchte dagegen die Gespräche nur dann wiederaufnehmen, wenn die FARC ihre Waffen niederlegt. Zuluaga wird vom ehemaligen Präsidenten Álvaro Uribe unterstützt.

Präsidentschaftswahl in Kolumbien 25.05.2014 (Foto: Reuters)

Oscar Iván Zuluaga

Die Abstimmung am Sonntag fand ohne Zwischenfälle statt; die FARC-Guerilla hatte zuvor eine achttägige Waffenruhe ausgerufen. Die Wahlbeteiligung lag trotz des Ausbleibens eines Guerilla-Boykotts bei nur 39,9 Prozent. Vier Jahre zuvor hatten 44 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihre Stimme abgegeben. Die 33 Millionen Wahlberechtigten können nun bei der bevorstehenden Stichwahl am 15. Juni ihre Stimme erneut abgeben.

zam/kle (afp, dpa)