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Sport

Zweite Bronzemedaille für Riesch

Nach dem dritten Platz im Super-G fuhr Lokalmatadorin Maria Riesch auch in der Abfahrt auf den Bronzerang. Damit sammelte sie bei ihrem dritten Wettbewerb der Alpinen Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen die zweite Medaille.

Jubel Maria Riesch bei Siegerzeremonie (Foto: dpa)

Maria durfte zum zweiten Mal jubeln

Nach dem Gewinn ihrer zweiten WM-Bronzemedaille, sprach Maria Riesch von sich als dem "glücklichsten Menschen der Welt". Lange hatte sie nach ihrem Rennen im Zielraum zittern müssen. Erst als die stark eingeschätzte Slowenin Tina Maze nur auf Rang fünf das Ziel erreichte, war das Hoffen und Bangen für die Doppel-Olympiasiegerin beendet. "Ich habe nicht mit einer Medaille in der Abfahrt gerechnet", sagte Riesch. "Aber ich habe alles versucht und das macht mich überglücklich."

Einzig die Österreicherin Elisabeth Görgl, die neue "Speed-Queen" von Garmisch-Partenkirchen, war wie schon bei ihrem Super-G-Erfolg unerreichbar. Auf den Silberrang fuhr Rieschs Freundin, die US-Amerikanerin Lindsey Vonn.

Rückkkehr aus dem Krankenbett

Hustende Maria Riesch nach dem Rennen im Zielraum (Foto: dpa)

Hustende Maria Riesch nach dem Rennen im Zielraum

Erneut stellte Riesch wenige Tage nach dem Ausbruch einer Virusgrippe ihre Comeback-Qualitäten unter Beweis. "Einfach Augen zu und durch, immer kämpfen", sei ihr Motto gewesen, sagte sie und wurde in ihrer Freude nur von Hustenanfällen unterbrochen. "Ich bin schon oft nach Rückschlägen wieder aufgestanden. Dass es mir heute gelingt, da habe ich selber dran gezweifelt." Lob gab es von Wolfgang Maier, dem Alpin-Direktor des Deutschen Ski-Verbands (DSV). "Äußersten Respekt" zollte Maier seiner erfolgreichsten Athletin: "Es war eine Hammervorstellung von ihr, die alle Anerkennung verdient."

Zur WM-Halbzeit hat Maria Riesch den größten Druck bereits vom deutschen Team genommen und die Medaillenvorgabe des DSV im Damen-Bereich alleine erfüllt. "Es ist eine Erleichterung, zwei Medaillen gewonnen zu haben", sagte sie und kündigte weitere Taten an. "Ich versuche, schnell gesund zu werden und mache morgen noch mal einen Tag frei. Ich werde weiter kämpfen und das Beste rausholen."

Ob sie beim Team-Wettbewerb am Mittwoch (16.02.2011) starten wird, will die 26-Jährige kurzfristig entschieden. "Ich möchte ich mich auf jeden Fall auf den Riesenslalom konzentrieren. Deswegen werde ich mit den Trainern und dem Team sprechen, wie da die Pläne sind", sagte sie.

Autor: Andreas Ziemons (mit dpa, sid)
Redaktion: Wolfgang van Kann