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Sport

Zweimal Gold für deutsche Kanuten

Franziska Weber und Tina Dietze wurden Olympiasiegerinnen im Zweier-Kajak. Peter Kretschmer und Kurt Kuschela thriumphierten im Zweier-Canadier. Der deutsche Kajak-Vierer der Männer enttäuschte dagegen.

Franziska Weber und Tiona Dietze jubeln. Foto: Reuters

Franziska Weber und Tina Dietze jubeln

Zwei Zweier-Teams, zweimal Gold. Am zweiten Finaltag der Kanuten auf dem Dorney Lake bei Eton feierten die deutsche Kanuten zwei Olympiasiege. Franziska Weber und Tina Dietze thriumphierten im Kajak-Zweier über 500 Meter, Peter Kretschmer und Kurt Kuschela im Zweier-Canadier über 1000 Meter.

Weber und Dietze setzten sich in einem souverän gefahrenen Rennen vor den Olympiasiegerinnen von Peking 2008, Katalin Kovacs und Natasa Douchev-Janics aus Ungarn, durch. Bronze ging an die Polinnen Karolina Naja und Beata Mikolajczyk. "Wir wollten heute einfach unser perfektes Rennen fahren, und das ist uns gelungen", freute sich Tina Dietze.

Peter Kretschmer und Kurt Kuschela paddeln zu Olympiagold. Foto: AP/dapd

Gegen den Schlussspurt von Kurt Kuschela und Peter Kretschmer waren die Konkurrenten chancenlos

Riesenjubel auch bei Peter Kretschmer und Kurt Kuschela nach ihrem Erfolg im Zweier-Canadier über 1000 Meter. Das Duo aus Potsdam gewann vor den Booten aus Weißrussland und Russland. Von Beginn an lagen Kretschmer und Kuschela im Vorderfeld, wenn auch nicht ganz vorn. Doch auf den letzten 250 Metern erhöhten die beiden noch einmal das Tempo und hatten am Ende einen deutlichen Vorsprung. Peter Kretschmer konnte sein Glück anschließend kaum fassen: "Ich habe nichts mitgekriegt auf der Strecke. Ich war so in Trance. Der Endspurt war grandios."

Medaillenziel fast schon erreicht

Der deutsche Kajak-Vierer konnte dagegen die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Marcus Groß, Norman Bröckl, Tim Wieskötter und Max Hoff, die zum engen Kreis der Medaillenfavoriten gehört hatten, mussten sich mit dem undankbaren vierten Platz hinter den Booten aus Australien, Ungarn und Tschechien begnügen. Damit hat erstmals seit 1984 ein deutscher Männer-Vierer auf der 1000-Meter-Distanz keine Olympia-Medaille gewonnen. Mit drei Gold-, einer Silber- und zwei Bronzemedaillen haben die deutschen Kanuten jedoch ihre Vorgaben nach acht der zwölf Finalrennen fast schon erreicht. Ziel waren sieben Medaillen, davon drei in Gold.

Die deutschen Beachvolleyballer Jonas Reckermann (l.) und Julius Brink. Foto: Reuters

Jonas Reckermann (l.) und Julius Brink können eigentlich nur gewinnen

Finale auf Londons Strand

Silber haben sie sicher, doch sie wollen mehr. Julius Brink und Jonas Reckermann stehen an diesem 13. Wettkampftag in London im Beachvolleyball-Finale. Gegen die Weltmeister Alison Cerutti und Emanuel Rego aus Brasilien sind die beiden Deutschen allerdings in der Außenseiter-Rolle. "Wir haben sie bislang nicht geschlagen", sagt Brink. Und Reckermann ergänzt: "Das ist das beste Team der Welt in diesem Jahr, aber natürlich werden wir das Finale nicht kampflos hergeben." Die beiden können die Aufgabe locker angehen, schließlich ist schon ihr Einzug ins Endspiel der größte Erfolg eines deutschen Beachvolleyball-Teams bei Olympischen Spielen. 2000 in Sydney hatten Alex Hager und Jörg Hager Bronze gewonnen.

Maurer schwimmt auf Platz fünf

Langstreckenschwimmerin Angela Maurer verpasste im Rennen über 10 Kilometer eine Medaille nur knapp. Erst in der Schlussphase verlor die 37-Jährige den Anschluss an die Spitze und schlug am Ende als gute Fünfte an, elf Sekunden fehlten ihr zu Bronze. Olympiasiegerin wurde überraschend die Ungarin Eva Risztov. Vor vier Jahren in Peking hatte Maurer die Medaillenränge noch knapper verfehlt. Damals hatte sie nur eine knappe Sekunde nach der Drittplatzierten angeschlagen.

Wasserspringerin Christin Steuer erreichte das Finale der besten Zwölf vom Turm. Die 29-Jährige wurde Siebte. Für Olympia-Debütantin Maria Kurjo war die Vorschlussrunde dagegen Endstation. Die 22-jährige landete auf dem 17. Rang.

Gute Chancen in der Dressur

Nach Silber im Mannschaftswettbewerb wollen Deutschlands Dressurreiterinnen auch im Einzel aufs Podest. Kristina Sprehe mit ihrem Pferd Desperados und Helen Langehanenberg mit Damon Hill gehören zwar nicht zu den Topfavoriten, aber zu den Startern mit durchaus realistischen Chancen auf olympisches Edelmetall. Die deutschen Hockeyspieler wollen ins Finale. Voraussetzung dafür ist ein Sieg im Halbfinale gegen Australien. Im anderen Spiel der Vorschlussrunde stehen sich die Niederlande und Großbritannien gegenüber.

Usain Bolt (r.) mit dem Franzosen Christophe Lemaitre. Foto: Getty Images

Usain Bolt (r.) mit dem Franzosen Christophe Lemaitre, der sich auch fürs Finale qualifiziert

Teil zwei der Bolt-Show

Die Leichtathletik-Wettbewerbe im Olympiastadion stehen wieder im Zeichen der Sprinter. Mit Spannung wird das 200-Meter-Finale erwartet. Jamaikas Superstar Usain Bolt will wie schon über 100 Meter auch über die doppelte Distanz seinen Titel von Peking 2004 verteidigen. Die deutschen Fans richten ihre Augen daneben auf den Wettkampf der Speerwerferinnen. Mit der Bronzemedaillen-Gewinnerin von 2004, Christina Obergföll, und Linda Stahl haben sich gleich zwei deutsche Athletinnen für die Entscheidung qualifiziert. Hochspringerin Ariane Friedrich verpasste dagegen mit einer übersprungenen Höhe von 1,93 Meter das Finale ebenso wie die deutsche 4x400-Meter-Staffel der Männer.

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