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Aktuell Amerika

Zweijähriger erschießt Mutter im Supermarkt

Im US-Staat Idaho hat ein zweijähriger Junge versehentlich seine Mutter erschossen. Die Waffe gehörte der Frau selbst.

Das Kind habe im Einkaufswagen gesessen, während sich die 29-jährige Mutter mit weiteren Angehörigen in der Elektronikabteilung eines Supermarktes der Walmart-Kette in der Stadt Hayden umsah. Er habe in die Tasche seiner Mutter gegriffen, in der sich die Waffe befand, und diese dann abgefeuert. Die Mutter starb noch am Unfallort.

Dem örtlichen Fernsehsender KREM zufolge kam die Polizei nach Durchsicht der Überwachungsvideos und nach Befragung von Zeugen zu dem Schluss, dass es sich um einen Unfall gehandelt habe. Die Frau habe eine Erlaubnis besessen, verdeckt eine Waffe bei sich zu tragen.

Trauer und Fassungslosigkeit

"Ein sehr trauriger Vorfall mit einer toten Kundin ereignete sich heute in unserer Filiale", schrieb die Supermarktkette in einer E-Mail. Das unternehemen sprach der Polizei bei deren Ermittlungen volle Unterstützung zu. Der Supermarkt wurde nach dem Vorfall geräumt. Am Mittwoch (Ortszeit) soll er wieder öffnen.

Der Schwager der Toten sprach dem Sender zufolge von einer Tragödie. Die 29-Jährige sei eine "wunderbare, fürsorgliche Mutter" gewesen.

Amoklauf in Kanada

Fast gleichzeitig erschoss in der zentralkanadischen Stadt Edmonton ein Mann acht Menschen und danach sich selbst. Die Behörden gehen von einem Fall "häuslicher Gewalt" aus - die Hintergründe sind allerdings noch völlig unklar. Bei den Opfern handelt es sich um vier Frauen, zwei Männer und zwei Kinder - ein Mädchen und ein Junge. Sie waren an drei verschiedenen Orten in den benachbarten Städten Edmonton, der Hauptstadt der kanadischen Provinz Alberta, und Fort Saskatchewan gefunden worden. Nähere Informationen zu den Toten wollte die Polizei zunächst nicht bekannt geben, der Schütze galt als selbstmordgefährdet.

Ein Sprecher der Polizei in Edmonton sagte in einer live im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz: "Es ist ein tragische Tag für Edmonton. Wir sind in Gedanken bei den Bewohnern, während wir alle versuchen, mit diesem sinnlosen Massenmord von acht menschen klar zu kommen."

fab/wl (dpa, ap)