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Wirtschaft

Zweifel am Bitcoin-Erfinder

Hat der australische Unternehmer Craig Wright wirklich die Internet-Währung Bitcoin erfunden? Bereits kurz nach seiner Erklärung, der "wahre" Urheber zu sein, fordern Fachleute mehr Beweise.

Die Behauptung eines australischen Bitcoin-Experten, er sei der Erfinder der Digital-Währung, ist nicht lange unwidersprochen geblieben. Mehrere Fachleute meldeten noch am selben Tag Zweifel an der Methode an, mit der der Unternehmer Craig Wright seine Ansprüche untermauerte.

Wright hatte am Montag erklärt, er sei "Satoshi Nakamoto" gewesen - unter diesem Namen agierte der Gründer der virtuellen Währung 2009. Als Beweis legte er einigen Experten wie dem aktuellen Bitcoin-Chefentwickler Gavin Andresen sowie Journalisten der BBC und des Magazins "Economist" digitale Belege vor. So demonstrierte er den Einsatz eines Krypto-Schlüssels, den der echte "Satoshi Nakamoto" bei ersten Bitcoin-Transaktionen benutzt haben muss. Andresen zeigte sich danach überzeugt. Sein Wort wiegt viel in der Szene: Er hatte einst mit dem ursprünglichen "Satoshi" elektronisch Kontakt.

Wichtige Fragen offen

Kurz darauf kritisierten mehrere IT-Sicherheitsexperten in Blogeinträgen die Belege aber als unzureichend und äußerten zum Teil die Befürchtung, die Demonstration könne manipuliert gewesen sein. Der "Economist", der schon am Montagmorgen einschränkte, wichtige Fragen seien offengeblieben, rief Wright daraufhin auf, mehr Beweise vorzulegen. So solle er weitere Informationen für eine unabhängige Auswertung zur Verfügung stellen und zudem mit dem Krypto-Schlüssel von "Satoshi" den ersten Absatz des "Economist"-Artikels signieren.

Der Bitcoin ist eine im Internet entstandene digitale Währung und seit 2009 im Umlauf. Bitcoins werden in einem aufwendigen Verfahren auf Computern erzeugt, und können dann im Netz auch für Dollar oder Euro gekauft werden. Die Identität des Bitcoin-Erfinders war seit Jahren ein Geheimnis, das viele beschäftigte. Ein Grund dafür ist auch, dass ihm eine Million Bitcoins zugerechnet wird. Das Paket wäre aktuell rund 400 Millionen Euro wert.

ul (dpa)