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Unruhe im Kongo

Zwei UN-Experten in der Demokratischen Republik Kongo entführt

In der Demokratischen Republik Kongo sind zwei Mitarbeiter der UN-Friedensmission MONUSCO entführt worden. Der kongolesischen Regierung zufolge handelt es sich um einen US-Bürger und einen Schweden.

Demokratische Republik Kongo - Ausschreitungen in Kinshasa (Getty Images/AFP/J. D. Kannah)

Ein MONUSCO-Soldat bewacht im September nach Ausschreitungen in Kinshasa ein Bürogebäude der Opposition

Die beiden UN-Experten würden seit Sonntag vermisst, sagte ein MONUSCO-Sprecher. Nach Angaben des Sprechers der Regierung in Kinshasa, Lambert Mende, sind außerdem vier Kongolesen verschleppt worden: ein Übersetzer und drei Motorradfahrer.

Mende zufolge ereignete sich der Überfall in der Unruheprovinz Kasai im Zentrum des Landes. Unbekannte hätten demnach die Gruppe auf einer Brücke überfallen und in einen Wald verschleppt. Laut Mende und dem MONUSCO-Sprecher wurde eine Suche eingeleitet.

Andauernde Gewalt im Landesinneren

Der 1999 ins Leben gerufene UN-Einsatz im Kongo ist die am längsten andauernde und teuerste Friedensmission der Vereinten Nationen. Fast 19.000 Blauhelmsoldaten sind derzeit im Einsatz. Zuletzt wurden hundert UN-Soldaten wegen einer Rebellion nach Kasai entsandt. Die Provinz war im September von einem Aufstand erschüttert worden, nachdem Regierungstruppen einen örtlichen Milizenführer getötet hatten.

Die seitdem andauernde Gewalt griff auch auf die benachbarten Provinzen Kasai-Oriental und Lomami über. Mindestens 400 Menschen wurden getötet. Vergangene Woche wurde in Kasai ein Blauhelmsoldat aus Uruguay angeschossen.

hk/uh (afp, dpa, rtr)

 

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