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Aktuell Welt

Zwei Tote bei Amoklauf in US-Schule

Der 14-Jährige war seinen Mitschülern beliebt und ein guter Sportler. Plötzlich eröffnet er im Speisesaal seiner Schule im US-Bundesstaat Washington das Feuer.

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Kampf gegen die Waffenlobby (16.01.2013)

Ein junger Amokläufer hat an einer High School in den USA eine Klassenkameradin erschossen und vier weitere Mitschüler schwer verletzt. Dann tötete sich der Jugendliche selbst. Drei der Verletzten sind nach Angaben des sie behandelnden Krankenhauses in kritischem Zustand. Die Jugendlichen hätten Kopfwunden erlitten. Der vierte Teenager sei etwas weniger schwer verletzt, aber auch in einem ernsten Zustand.

Schüsse in der Mittagspause

Der Amokläufer eröffnete das Feuer in der Mittagspause in der Schulkantine der Marysville-Pilchuck High School in der Nähe von Seattle im US-Bundesstaat Washington. "Er hatte eine Waffe in seiner Hand und schoss etwa acht Mal in den Rücken von Klassenkameraden. Sie waren seine Freunde, das war kein Zufall", sagte ein Mitschüler im Fernsehsender CNN. Ein anderer Augenzeuge sagte dem TV-Sender KING, dass der Schütze erst ganz "ruhig" mit anderen Schülern in der Kantine zusammengesessen und dann plötzlich geschossen habe.

Ein trauernder Schüler (Foto: AP)

Ein trauernder Schüler (Foto: AP)

Motiv Liebeskummer?

Ein weiterer Schüler berichtete der "Seattle Times", der Grund für den Amoklauf könnte eine nicht erwiderte Schwärmerei des Täters für eine Schülerin gewesen sein, die nicht mit ihm ausgehen wollte. Auf das Mädchen soll der Schütze ebenfalls gezielt haben. Im Internet hatte der Schüler vor einiger Zeit ein Bild veröffentlicht, das ihn mit einem Jagdgewehr zeigt. "Das wahrscheinlich beste Geburtstagsgeschenk aller Zeiten", schrieb er dazu.

Im Internetdienst Twitter schrieb er noch am Donnerstag: "Es wird nicht dauern... Es wird niemals dauern." Mitte August twitterte er: "Was als Nächstes passiert, wird dir nicht gefallen." Die Polizei äußerte sich bislang nicht zu einem möglichen Tatmotiv. Ein Sprecher erklärte lediglich, der Schütze sei an Schusswunden gestorben, die er sich selbst zugefügt habe.

An Schulen in den USA kommt es immer wieder zu ähnlichen Vorfällen. Nach dem Amoklauf an einer Grundschule in Newtown mit 20 toten Erstklässlern und sechs erschossenen Erwachsenen im Dezember 2012 bemühte sich Präsident Barack Obama um schärfere Waffengesetze. Die geplanten Reformen, darunter eine strengere Überprüfung von Waffenkäufern und ein Verbot von halbautomatischen Gewehren, scheiterten aber im Kongress.

wl/cw (dpa, afp, rtr)

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