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Fußball

Zwei Teams sind durch

Während Leverkusen und Hannover bereits vorzeitig für die Zwischenrunde der Europa League qualifiziert sind, müssen Mönchengladbach und Stuttgart am 5. Spieltag der Gruppenphase noch kämpfen.

Leverkusens Renato Augusto (r.) versucht sich gegen Papa Gueye (l.) von Charkow durchzusetzen (Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Leverkusens Renato Augusto (r.) versucht sich gegen Papa Gueye von Charkow durchzusetzen

Das Weiterkommen in der Europa League steht für Bayer 04 Leverkusen bereits fest. Deshalb wird im vorletzten Spiel der Gruppenphase am Donnerstag (22.11.2012) bei Metalist Charkow einigen Akteuren aus der zweiten Reihe eine Chance gegeben, am Ziel "Gruppensieg" mitzuarbeiten. "Wir werden einige Spieler schonen, und es wird rotiert. Aber die Spieler nehmen das Spiel sehr ernst, und wir werden eine gute Figur abgeben", verkündete Bayer-Sportchef Rudi Völler vor der Partie in der Ukraine.

Beide Teams rangieren punktgleich an der Tabellenspitze und sind bereits für die K.o.-Runde qualifiziert, nun könnte die Entscheidung über den Gruppensieg fallen. "Natürlich ist besser, wenn man Erster wird. Aber es wäre auch nicht dramatisch, wenn es nicht gelingt", äußerte Völler, "wenn man den Wettbewerb gewinnen will, muss man ohnehin jeden schlagen."

Vertragsdebatte in Hannover

Die öffentlich ausgetragene Debatte um die Vertragsverlängerung von Trainer Mirko Slomka sorgt in Hannover mal wieder für Ärger und das ausgerechnet in einer richtungsweisenden Saisonphase. Gegen Twente Enschede spielen die 96er um den Gruppensieg, der ein Duell in der Zwischenrunde mit einem Champions-League-Absteiger verhindern würde. Und in der Bundesliga müssen die Niedersachsen keine 43 Stunden später zum Auftakt einer englischen Woche bei Rekordmeister Bayern München antreten.

"Das ist natürlich sehr ärgerlich. Normalerweise brauchen wir nach einem Spiel 48 Stunden. Jetzt ist es etwas weniger. Aber wir haben Möglichkeiten, das zu schaffen", sagte Slomka. Was der Coach der bereits für die Zwischenrunde qualifizierten Niedersachsen meint, ist die Rotation gegen die Niederländer. Von einer B-Elf wollte der Coach aber nichts wissen. "Wir werden dennoch eine Formation auf den Platz schicken, die gewinnen kann." Sollten die Spanier von UD Levante bei Helsingborgs IF patzen, könnte ein Sieg gegen Twente bereits den Gruppensieg bescheren. "Wir möchten die Tabellenführung unbedingt behalten", kündigte Slomka an.

Für Mönchengladbach zählt nur ein Sieg

Mönchengladbachs Oscar Wendt verschießt in der 90 Minute Elfmeter gegen Torwart Mathias Degra von Limassol (Foto: dpa)

90. Minute in Limassol - Elfmeter: Wendt verschießt - Favre ließ Gladbachs sichersten Schützen Daems zuhause

Gegen AEL Limassol zählt für Borussia Mönchengladbach nur ein Sieg. Mit einem Heimerfolg kann die Mannschaft von Trainer Lucien Favre allerdings auch schon vorzeitig die nächste Runde erreichen. Die Ausgangslage für die Gladbacher ist günstig: Durch die beiden guten Spiele gegen Olympique Marseille (2:0, 2:2) hat die Borussia im direkten Vergleich mit dem punktgleichen französischen Spitzenclub die Nase vorn. Sollte Marseille das Heimspiel gegen Fenerbahce Istanbul verlieren und Borussia gegen Limassol gewinnen, kann die Favre-Elf in der Europa League überwintern. Bei allen anderen Konstellationen kommt es am letzten Spieltag in Istanbul zu einem Finale um den Einzug in die nächste Runde.

Im Hinspiel im Stadion von Nikosia verpassten die Gladbacher den Sieg, vergaben beim 0:0 viele Torchancen und in der Nachspielzeit sogar einen Elfmeter. Trainer Favre hatte mit Filip Daems, Juan Arango und Neuzugang Luuk de Jong auf gleich drei wichtige Spieler verzichtet und sie einfach nicht mit nach Zypern genommen. "In einem Heimspiel müssen wir unsere Möglichkeiten nutzen, dann verlassen wir den Platz auch als Sieger", meinte nun Thorben Marx. Der Mittelfeldspieler glaubt aber nicht, dass ein Erfolg gegen Limassol schon zum Weiterkommen reicht. "Ich gehe davon aus, dass wir sechs Punkte brauchen und auch in Istanbul gewinnen müssen", sagte Marx.

Stuttgart hofft auf Entscheidung

Der VfB Stuttgart muss beim rumänischen Traditionsclub Steaua Bukarest antreten und kann ebenfalls den vorzeitigen Einzug in die Zwischenrunde der Europa League schaffen. "Uns erwartet eine Riesenstimmung, ein Hexenkessel", sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia vor dem vorletzten Gruppenspiel. "Wir wissen, dass wir dort bestehen können. Wir müssen ans Maximum gehen." Mit einem Dreier gegen Bukarest (10 Punkte) wäre für den VfB (5) das Ziel Überwintern auf dem heiß geliebten internationalen Parkett zum Greifen nahe – bei einem gleichzeitigen Remis zwischen dem FC Kopenhagen (4) und Molde FK (3) sogar vorzeitig perfekt.

Die Schwaben haben zumindest in dieser Saison ein Faible für die Fremde entwickelt. Ganze elf seiner 16 Bundesligapunkte fuhr der VfB auswärts ein. Mit diesem Rückenwind soll beim Showdown gegen Steaua der Coup gelingen. "Jetzt müssen wir in Bukarest nachlegen, damit wir international überwintern können", forderte der Österreicher Martin Harnik.