1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Fußball

Zwei Sonntagsschüsse im Freitagsspiel

Der 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach haben sich im Freitagsspiel der Bundesliga 1:1 unentschieden getrennt. Am 27. Spieltag jagen die Verfolger Schalke und Leverkusen den Spitzenreiter Bayern München.

Kopfballduell zwischen dem Kölner Petit und dem Gladbacher Hermann. Foto: AP

Viel Kampf, wenig Torszenen

Das rheinische Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach begann schläfrig. In der ersten Halbzeit waren Torszenen Mangelware. Erst im zweiten Durchgang nahm die Partie Fahrt auf: dank der Gladbacher, die ballsicherer und gefährlicher als die Gastgeber waren. In der 56. Minute gingen die Borussen mit einem Sonntagsschuss verdient in Führung. Ohne Mühe ließ Marco Reus die Kölner Innenverteidiger Pedro Geromel und Youssef Mohamad stehen und traf mit einem platzierten Flachschuss von der Strafraumgrenze zum 1:0.

Der Kölner Zoran Tosic versucht, sich gegen den Gladbacher Dante durchzusetzen. Foto: AP

Der Kölner Zoran Tosic versucht, sich gegen den starken Gladbacher Dante durchzusetzen.

Kölns Trainer Zvonimir Soldo reagierte, brachte mit Sebastian Freis einen weiteren Stürmer. Doch die Gladbacher Abwehr um den starken Innenverteidiger Dante schien das Spiel unter Kontrolle zu haben. Bis zur 79. Minute: Der Portugiese Maniche nahm sich ein Herz, zog von der Strafraumgrenze ab und traf unhaltbar in den Winkel des Gladbacher Tors - auch das ein echter Sonntagsschuss. In der Folge hatten beide Teams noch gute Chancen, in Führung zu gehen: Köln durch Milivoje Novakovic, Gladbach durch Roberto Colautti. Am Ende aber blieb es beim 1:1-Unentschieden, das beiden Teams nicht so recht weiterhilft. Die Kölner laufen weiter Gefahr, in Abstiegsnot zu geraten. Mönchengladbach verpasste die Gelegenheit, sich mit einem Sieg endgültig in Sicherheit zu bringen.

Das 76. rheinische Derby hatte mit knapp zehnminütiger Verspätung begonnen. Grund waren die strengen Fahrzeugkontrollen der Kölner Polizei, die mit mehreren Hundertschaften befürchtete Ausschreitungen verhindern wollte.

Wer stolpert, wer bleibt dran?

van Bommel will den Dreier. Hier jubelt er über einen seiner Treffer. (Foto: AP Photo/Chistof Stache)

Van Bommel will den Dreier

An diesem Samstag (20.03.2010) beginnt die Jagd auf Tabellenführer Bayern München. Der deutsche Rekordmeister muss bei Eintracht Frankfurt antreten und will natürlich drei Punkte mitnehmen. Bayern-Profi Mark van Bommel gibt die Richtung vor: "Wir müssen das Spiel gewinnen, ganz klar, denn wir wollen weiter oben bleiben." Die Vorzeichen dafür stehen gut, denn die Münchner sind seit 19 Spieltagen ungeschlagen und verloren in Frankfurt nur eins ihrer vergangenen sieben Spiele.

Die Verfolger sollten also punkten, um am Rekordmeister dran zu bleiben. Zunächst ist der Tabellendritte Bayer Leverkusen beim Vierten Borussia Dortmund gefordert. Keine leichte Aufgabe für die Werkself, denn der BVB will unbedingt einen internationalen Startplatz erreichen. Allerdings holten die Dortmunder in den letzten vier Heimspielen gegen Leverkusen nur einen Sieg und aktuell verfügt Bayer 04 über den erfolgreichsten Angriff der Liga. Schon 56 Mal schlug es in des Gegners Netz ein.

Europa League gegen Abstiegskampf

Bremens Almeida in der Europa League Partie gegen Valencia am Boden. (Foto: AP Photo/Frank Augstein)

Almeida am Boden, doch Bremen will sich aufrappeln

Auch in der Partie Werder Bremen gegen den VfL Bochum müssen beide Teams punkten: Die Hanseaten wollen zurück in die Europa League, aus der sie gerade gegen den FC Valencia ausgeschieden sind. Für die Westfalen geht es immer mehr gegen den Abstieg. VfL-Trainer Heiko Herrlich bleibt trotz der letzten beiden jeweils mit 1:4 verloren gegangenen Saisonspiele optimistisch: "Die Situation ist sicherlich ernster geworden", sagte Herrlich. "Man merkt schon eine gewisse Anspannung, aber auch eine Konzentration." Jeder wisse jetzt, dass man noch punkten müsse, um sich in der Tabelle den Abstand wieder zu verschaffen.

Noch brenzliger ist die Situation für den SC Freiburg. Die Breisgauer sind vor der Partie gegen den FSV Mainz 05 mit drei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz Vorletzter. Und die Zeit wird immer knapper, weiß der Trainer der Freiburger Robin Dutt: "Je näher es an das Saisonende heran geht, desto höher wird die Bedeutung. Da braucht man die Punkte dringend." Deswegen sei die Partie gegen Mainz ein ganz wichtiges Spiel.

Ein solches hat auch der 1. FC Nürnberg vor der Brust: Der Tabellen-15. erwartet 1899 Hoffenheim. Der Statistik nach sind die Franken auf einem aufsteigenden Ast, denn sie gewannen die letzten beiden Partien und sind seit vier Runden ungeschlagen. Allerdings konnte der Club nur eins der letzten sieben Heimspiele für sich entscheiden.

Trainer Slomka will mit 96 weiter in der Erfolgsspur bleiben. (Foto: dapd Photo/Joerg Sarbach)

Trainer Slomka will mit 96 weiter in der Erfolgsspur bleiben

Weiter punkten im Kampf gegen den Abstieg lautet auch die Devise von Hannover 96 in der Partie beim VfB Stuttgart. Dabei wird sich auf der einen Seite zeigen, wie die Schwaben das Ausscheiden aus der Champions League verkraftet haben und auf der anderen, ob die Gäste ihre kleine Serie von zuletzt zwei Siegen fortsetzen können. Hannovers Coach Mirko Slomka jedenfalls bringt den Stuttgartern den nötigen Respekt entgegen: "Gerade zu Hause werden sie Druck machen.Da werden wir alles, was wir in den letzten zwei Spielen gezeigt haben, wieder einbringen müssen. Es geht wieder von vorne los."

Wie schlägt sich der FC Magath 04?

Am Sonntag dann steht das Bayern-Verfolgerduell Nummer zwei auf dem Programm: Der Tabellenzweite Schalke 04 muss beim Fünften Hamburger SV antreten. Die Statistik spricht eher für Schalke: Der HSV holte nur einen Punkt aus seinen vergangenen drei Heimspielen gegen das Team von Trainer Felix Magath. In der letzten Partie dieser Runde erwartet der VfL Wolfsburg Schlusslicht Hertha BSC.

Autor: Stefan Nestler/Calle Kops

Redaktion: Andreas Ziemons

Audio und Video zum Thema