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Sport

Zwei Podestplätze für deutsche Biathleten

Beim Biathlon-Sprint in Hochfilzen stürmen Simon Schempp und Andreas Birnbacher auf die Plätze zwei und drei. Stefan Luitz lässt mit Rang drei im Riesenslalom von Åre aufhorchen.

Die Biathleten Schemp, Boe und Birnbacher auf dem Siegerpodest in Hochfilzen. Foto: Getty Images

Glückliche Gesichter: Schempp, Boe, Birnbacher (v.l.)

Simon Schempp und Andreas Birnbacher strahlten auf dem Podest um die Wette, Miriam Gössner weinte nach ihrem Blackout bittere Tränen. Freud und Leid lagen bei den deutschen Biathleten nach den Sprintrennen in Hochfilzen in Österreich ganz dicht beieinander. Schempp als Zweiter und Birnbacher auf Rang drei bescherten den Skijägern über 10 Kilometer die ersten Podiumsplätze des WM-Winters, während Gössner die Qualifikation für das Verfolgungsrennen verpasste und damit einen herben Dämpfer hinnehmen musste. "Es lief einfach sehr gut. Ich habe eine ganz gute Renneinteilung gefunden und hatte richtig gutes Material unter den Füßen", sagte der fehlerfreie Schempp, der sich lediglich dem Norweger Johannes Thingnes Boe geschlagen geben musste. Auch Birnbacher freute sich über Platz drei: "Es haut alles super hin. Für mich ist es selbst überraschend, dass es jetzt so früh in der Saison schon so gut geht." Daniel Böhm landete auf dem 15. Rang.

Gössner vergisst Strafrunde

Miriam Gössner beim Sprintrennen in Hochfilzen.

Miriam Gössner

Einen ganz bitteren Tag erlebte Miriam Gössner. Sie verstand nach dem Sprintrennen der Frauen die Welt nicht mehr. Die 24-Jährige war sich zu "100 Prozent sicher", dass sie nach ihren Schießfehlern alle Strafrunden absolviert hatte. Doch die Fernsehbilder, die Verantwortlichen an der Strecke und die Zeitnehmer ließen keine Zweifel zu: Gössner hatte eine Extrarunde vergessen. Sie kassierte dafür eine Zwei-Minuten-Strafe und verpasste als 93. die sichere Qualifikation für das Verfolgungsrennen am Sonntag. Bundestrainer Gerald Hönig litt mit seiner Athletin mit: "Das heute ist natürlich ein Tiefschlag, auch mental für sie. Bei Miriam passt das Gesamtpaket noch nicht, sie wird noch Rennen brauchen." Franziska Hildebrand war als Fünfte erneut beste Deutsche, Vanessa Hinz schaffte als Sechste das bisher beste Weltcupergebnis ihrer Karriere. Franziska Preuß wurde Zehnte. Den Sieg holte sich die Finnin Kaisa Mäkäräinen.

Luitz Riesenslalom-Dritter

Stefan Luitz hebt die Arme hoch freut sich über Rang drei (Foto: Alain Grosclaude/Agence Zoom/Getty Images)

Stefan Luitz jubelt über Platz drei

Stefan Luitz holte seinen dritten Podestplatz im alpinen Ski-Weltcup. Der 22-Jährige sicherte sich in Åre in Schweden nach zwei starken Riesenslalom-Durchgängen Rang drei hinter Österreichs Ski-Star Marcel Hirscher und Olympiasieger Ted Ligety aus den USA. Fritz Dopfer fiel nach einem Fahrfehler im zweiten Lauf noch vom zweiten auf den vierten Platz zurück. Felix Neureuther war bereits im ersten Durchgang ausgeschieden.

Im Ziel ging Luitz in die Hocke, ballte die Fäuste und stieß einen lauten Freudenschrei aus. "Mir ist einfach ein riesen Stein vom Herzen gefallen. Die letzten beiden Rennen waren ziemlich schwierig", erzählte Luitz mit verstrubelten Haaren. "Man kommt dann ins Ziel und das grüne Licht leuchtet auf und das ist natürlich eine brutale Erleichterung." In Sölden beim Saisonauftakt wurde er 27., auf der WM-Strecke in Beaver Creek schied er am vergangenen Sonntag schon im ersten Durchgang aus. "Ich hab' mir selber schon auch ein bisschen Druck gemacht», gab er zu.

Rebensburg ausgeschieden

Tina Maze bei Riesenslalom in Are. Foto: Getty Images

Siegerin Tina Maze

Viktoria Rebensburg hat auch beim dritten Weltcup-Riesenslalom des WM-Winters den angestrebten Podestplatz verpasst. Beim Rennen in Are in Schweden schied die Olympia-Dritte von Sotschi nach einem Fahrfehler im zweiten Durchgang aus. Es gewann Riesenslalom-Olympiasiegerin Tina Maze aus Slowenien. Simona Hösl wurde nach einem Fahrfehler im zweiten Durchgang nachträglich disqualifiziert. Veronique Hronek war bereits im ersten Lauf ausgeschieden.

Friedrich siegt beim Zweierbob-Weltcup

Bob-Pilot Francesco Friedrich gelang ein befreiender Sieg zum Weltcup-Auftakt in Lake Placid. Knapp zehn Monate nach dem deutschen Olympia-Debakel von Sotschi setzte sich der Zweier-Weltmeister in den USA mit Anschieber Thorsten Margis im kleinen Schlitten durch. Es war der erste deutsche Zweier-Sieg im Weltcup seit Januar 2013. Auf Rang zwei landete der Lette Oskars Melbardis vor Lokalmatador Nick Cunningham.

Thorsten Margis und Francesco Friedrich im Zweierbob (Foto: EPA/CJ GUNTHER)

Thorsten Margis und Francesco Friedrich

"Wir haben zweimal großartig angeschoben und sind zweimal großartig gefahren - das war der Sieg", sagte Friedrich, der erstmals zusammen mit Margis ein Weltcup-Rennen im Zweier bestritt und nun überraschend erster Gesamtführender des WM-Winters ist: "Wir müssen jetzt aber erst Mal die nächsten Rennen abwarten." Bei den Winterspielen in Sotschi waren die deutschen Bob-Piloten erstmals seit 50 Jahren ohne Medaille geblieben.

Vierer-Weltmeister Maximilian Arndt kam in Lake Placid zum Auftakt mit Joshua Bluhm nur auf den achten Platz, Junioren-Champion Nico Walther und Marko Hübenbecker holten Rang elf. Der Olympia-Zweite Beat Hefti aus der Schweiz verpasste als Vierter das Podest knapp, der Sotschi-Dritte Steven Holcomb aus den USA musste sich mit Rang sechs begnügen.

Hesse in Heerenveen auf dem Podium

Eisschnellläuferin Judith Hesse am Start (Foto: Thomas Eisenhuth/dpa)

Eisschnellläuferin Judith Hesse

Eisschnellläuferin Judith Hesse sorgte beim Weltcup in Heerenveen in den Niederlanden für die erste deutsche Podest-Platzierung. Über 500 Meter landete die Sprinterin auf dem dritten Platz und musste sich nur Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa aus Südkorea und der Japanerin Nao Kodaira geschlagen geben. Eine herbe Enttäuschung musste dagegen Nico Ihle über 500 Meter verkraften, der nach einem Fehlstart disqualifiziert wurde.

Unterdessen zeigte Claudia Pechstein über 3000 Meter ein überzeugendes Rennen und belegte den fünften Rang. Der Sieg ging an die Tschechin Martina Sablikova, die Olympiasiegerin Ireen Wüst im direkten Duell auf den zweiten Platz verwies. Den dritten Platz sicherte sich Carlijn Achtereekte aus den Niederlanden.

Ein deutsches Herren-Trio qualifizierte sich für die Team-Verfolgung bei den Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften. Patrick Beckert, Alexej Baumgärtner und Marco Weber reichte ein siebter Platz, um sich den letzten der acht vergebenen WM-Plätze zu sichern.

ck/sn (sid, dpa)