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Aktuell Nahost

Zwei Palästinenser im Gazastreifen getötet

Erst warfen junge Palästinenser Steine, dann reagierten israelische Soldaten mit Tränengas und Schüssen - für zwei Jugendliche endete der neuerliche Zusammenstoß im Gazastreifen tödlich.

Die israelische Armee bezeichnete es als "Aufruhr", die Palästinenser als "Protest". Nach Angaben von Zeugen hätten zahlreiche junge Palästinenser gegen die seit acht Jahren andauernde Blockade des Gazastreifens durch Israel protestiert. Israelische Soldaten hätten ihrerseits Tränengas eingesetzt und geschossen, um die Demonstranten zu vertreiben.

Gefahr durch "Aufständische"

Die israelische Armee erklärte, Palästinenser hätten in der Nähe des palästinensischen Flüchtlingslagers Al-Bureidsch die Grenzabsperrung angegriffen. Nach Warnschüssen hätten die Soldaten auf die "Aufständischen" geschossen. Es habe die Gefahr bestanden, dass die Angreifer auf israelisches Territorium vordringen könnten, erklärte die Armee. Bei dem Zusammenstoß wurden ein 18-Jähriger und ein 26-Jähriger tödlich am Hals und am Bauch getroffen, wie eine Sprecher des palästinensischen Gesundheitsministeriums mitteilte. Darüber hinaus seien 15 Palästinenser verletzt worden.

Der Gazastreifen war zuletzt wiederholt Schauplatz von Kämpfen und Luftangriffen. In den vergangenen Monaten richteten israelische Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen meist nur Sachschäden an. Zuletzt häuften sich jedoch Zwischenfälle direkt an den Sperranlagen, bei denen israelische Patrouillen beschossen oder mit Sprengvorrichtungen angegriffen wurden. Israelische Sicherheitskräfte schossen dabei meist auf die palästinensischen Angreifer.

2200 tote Palästinenser

Im isolierten Gazastreifen haben extremistische Palästinensergruppen und die israelische Armee seit 2008 dreimal Krieg gegeneinander geführt, zuletzt im Sommer 2014. Bei dem Konflikt wurden bislang etwa 2200 Palästinenser getötet, davon laut UN etwa 1500 Zivilisten. Große Teile des palästinensischen Territoriums wurden verwüstet. Auf israelischer Seite wurden 73 Menschen getötet, darunter 67 Soldaten.

nin/haz (afp, dpa, rtr)