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Terrorabwehr

Zwei mutmaßliche Al-Nusra-Extremisten in Deutschland festgenommen

Die beiden Syrer sollen sich 2012 einer terroristischen Kampfgruppe angeschlossen haben. Einer der Dschihadisten fiel laut Bundesanwaltschaft durch besondere Brutalität auf.

Syria Al Nusra Front Kämpfer Symbolbild (picture-alliance/AP Photo)

Szene aus einem Propaganda-Video der Al-Nusra-Front

Immer wieder melden die deutschen Justizbehörden, terrorverdächtige Personen aufgespürt und dingfest gemacht zu haben, die in Syrien an Kämpfen beteiligt waren und in den vergangenen beiden Jahren im Zuge der Flüchtlingswelle eingereist sind. Nun konnte die Bundesanwaltschaft die Festnahme zweier mutmaßlicher Aktivisten der Dschihadistenmiliz Dschabhat al-Nusra (JaN) in Sachsen-Anhalt und Berlin berichten. Die 23 und 30 Jahre alten Syrer, bereits seit einigen Tagen in Gewahrsam, sollen in Kürze dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden. 

Die beiden Männer werden beschuldigt, seit 2012 in den Reihen Al-Kaida-nahen Al-Nusra-Front gegen die Truppen von Baschar al-Assad gekämpft zu haben. Der 30-Jährige war vermutlich in Ostsyrien als Befehlshaber an der Eroberung der Gasquellen in Tuinan und der Stadt Tabka beteiligt.

Ihm werden von den deutschen Ermittlern zudem Kriegsverbrechen vorgeworfen. Er soll im Frühjahr 2013 bei Tabka einen Scharfschützen der Regierungsarmee in seine Gewalt gebracht und ihn gezwungen haben, sein eigenes Grab auszuheben. Danach soll er ihm die Kehle durchgeschnitten haben.  

Dem Vernehmen nach schloss sich der Syrer kurze Zeit später den Milizen des sogenannten "Islamischen Staats" (IS) an. Angeblich fungierte er als Verwalter des Eupharat-Staudamms bei Tabka. 

SC/ml (afp, APE, rtr)