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Zerbrechlicher Frieden

Zwei Monate Waffenstillstand in Mosambik

Eine erste vorläufige Waffenruhe zwischen den Regierungstruppen und der Opposition in Mosambik liefen gut. Deshalb soll die Feuerpause zwei Monate länger dauern.

Mosambik Demonstration für Frieden in Maputo (picture alliance/dpa/A. Silva)

Die Menschen demonstrieren in Maputo, der Hauptstadt von Mosambik, für Frieden

Dies verkündete Afonso Dhlakama, Anführer der bewaffneten Oppositionspartei RENAMO. Dhlakama und die Regierungspartei FRELIMO (Front für die Befreiung Mosambiks) unter Präsident Filipe Nyusi verlängern demnach eine vorläufige Waffenruhe von sieben Tagen bis zum 4. März. Beide Parteien versichern, während der Waffenruhe auf jegliche Provokation zu verzichten und den Dialog miteinander zu suchen.

Ende eines Propagandakrieges?

Mosambik Führer der Oppositionspartei RENAMO Afonso Dhlakama 2013 (Jinty Jackson/AFP/Getty Images)

Afonso Dhlakama, Oppositionsfüher in Mosambik, möchte den Dialog mit Präsident Nyusi

Die FRELIMO und die oppositionelle RENAMO verbindet eine Geschichte der Gewalt, die zuletzt 2015 eskalierte. 15.000 Menschen waren gezwungen über die Grenzen nach Malawi und Zimbabwe zu fliehen. Für die Morde, Plünderungen und willkürliche Landnahmen, die in Mosambik alltäglich sind, geben sich die die beiden Parteien gegenseitig die Schuld. 

Angst vor Bürgerkrieg ist groß

Der Konflikt geht bis in die 70er Jahre zurück: Zwischen 1977 und 1992 bekämpften sich die damals marxistische FRELIMO und die antikommunistischen RENAMO in einem Bürgerkrieg. Eine Million Menschen wurden damals getötet. Als die FRELIMO, die seit 1975 das Land regiert, die Wahlen 2014 wieder gewann, griff die Opposition nach mehr als zwei Jahrzehnten erneut zu den Waffen. Die RENAMO-Aktivisten fühlen sich seit dem Friedensschluss von 1992 benachteiligt und als Opfer systematischen Wahlbetrugs. Die Angst vor einem weiteren Bürgerkrieg in Mosambik ist groß.

jv/uh (dpa, afpe,rtre)

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