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Kolumbien

Zwei Journalisten in Kolumbien entführt

Ein TV-Journalist und ein Kameramann aus den Niederlanden sind im Osten Kolumbiens verschleppt worden. Die Rebellen der ELN, die in dieser Region des Landes aktiv sind, sollen für die Geiselnahme verantwortlich sein.

Kolumbien National Liberation Army (ELN) (Getty Images/AFP/STR/)

Mitglieder der Nationalen Befreiungsarmee ELN

Das niederländische Außenministerium hat die Entführung der zwei Journalisten inzwischen bestätigt. Man werde den Fall mit höchster Priorität behandeln, hieß es aus Den Haag. Über weitere Schritte wollte das Ministerium im Interesse der Gekidnappten nicht informieren. Zuvor hatte das kolumbianische Militär die Entführung der beiden Männer bekannt gegeben. Nach Angaben der Tageszeitung "El Tiempo", handelt es sich bei den Geiseln um Derk Johannes Bolt (68) und Eugenio Ernest (52), die im Auftrag des niederländischen Fernsehens in der Provinz Norte de Santander auf der Suche nach einer biologischen Mutter eines kolumbianischen Adoptivkindes waren.

ELN soll verantwortlich sein

Inzwischen hat die kolumbianische Regierung Spezialeinheiten zur Befreiung der Verschleppten entsandt. Wie die Behörden berichteten, soll die für die Geiselnahme verantwortlich sein. Die ELN ist in der Region aktiv und finanziert sich auch über Entführungs-Lösegelder. Anders als mit der größeren FARC-Guerilla konnte die Regierung von Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos mit der ELN noch keinen Waffenstillstand erreichen. Nach Schätzungen der kolumbianischen Behörden verfügt die ELN über eine Truppenstärke von 2500 Männern und Frauen und ist überwiegend im Osten des Landes aktiv. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gehen fast 7000 Morde, ebenso viele Entführungen, 3000 Fälle von Landvertreibung und etwa 1000 Zwangsrekrutierungen auf das Konto der marxistischen Gruppe. Sie wird zugleich für schwere Umweltzerstörungen durch Anschläge auf Öl-Pipelines verantwortlich gemacht.

bri/as (kan, rtre) 

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