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Aktuell Nahost

Zwei Israelis und drei Palästinenser getötet

Das Blutvergießen in Nahost geht weiter. Bei einem Angriff südlich der Stadt Hebron im Westjordanland wurden ein israelischer Mann und sein Sohn erschossen worden. Zudem wurden drei Palästinenser getötet.

Die israelische Armee geht davon aus, dass der Vater und sein Sohn von Palästinensern aus einem Hinterhalt angegriffen wurden. Sie sprach von einem "terroristischen" Akt. Bei der Attacke auf das Auto, in dem die Israelis saßen, wurden zudem eine Frau und ein Junge verletzt. Die israelischen Sicherheitskräfte leiteten eine Großfahndung mit Luftunterstützung ein, die sich auf die palästinensischen Gemeinden Jatta und As Samu erstreckte. "Wir werden diese abscheulichen Mörder kriegen", sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Der Überfall ereignete sich in der Nähe der jüdischen Siedlung Otniel.

In Hebron wurde bei der Razzia einer verdeckten israelischen Einheit in einem Krankenhaus nach Angaben von Ärzten ein 21-jähriger Palästinenser erschossen. Ein weiterer Palästinenser wurde festgenommen. Menschenrechtsgruppen verurteilten den Einsatz.

Israelische Soldaten töteten zudem nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums nahe der Stadt Ramallah einen weiteren Palästinenser. Schließlich starb in Hebron ein palästinensischer Jugendlicher, der tags zuvor von israelischen Soldaten durch Schüsse verletzt worden war.

Mehr als 270 Verletzte

Entlang der Grenze zum Gazastreifen wurden 17 Palästinenser verletzt, als israelische Soldaten auf Demonstranten schossen. Insgesamt wurden nach Angaben des Palästinensischen Roten Halbmondes am Freitag bei Auseinandersetzungen mit israelischen Sicherheitskräften mehr als 270 Palästinenser verletzt, davon rund hundert durch Gummigeschosse oder Kugeln.

Seit Anfang Oktober ist die Lage vor allem im besetzten Westjordanland und in Jerusalem äußert angespannt, es gab zahlreiche Attacken von Palästinensern auf Israelis. Insgesamt wurden bei den Anschlägen bislang zwölf Israelis getötet. Im Zuge der Unruhen starben im gleichen Zeitraum etwa 80 Palästinenser.

kle/cr (afp, dpa)