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Aktuell Amerika

Zwei Freunde des Boston-Attentäters verurteilt

Ein US-Gericht hat zwei Freunde von Dschochar Zarnajew verurteilt. Sie sollen nach dem Anschlag auf den Boston-Marathon die Ermittlungen behindert haben. Einer von ihnen soll Beweismaterial beseitigt haben.

Zwei Studienfreunde des Attentäters vom Boston-Marathon haben wegen Behinderung der Justiz eine Haftstrafe erhalten. Ein Bundesgericht im US-Staat Massachusetts verurteilte den aus einer äthiopischen Einwandererfamilie stammende Robel P. zu drei Jahren Haft. Der aus einer kasachischen Familie stammenden Azamat T. wurde mit dreieinhalb Jahren Gefängnis bestraft. Am Dienstag war bereits der Kasache Dias K. zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.

Dias K. und Azamat T. sollen aus dem Wohnheimzimmer des Attentäters Dschochar Zarnajew Beweismaterial (Artikelbild) beiseite geschafft haben. Laut Anklage sorgten sie dafür, dass ein Rucksack mit Feuerwerkskörpern und Schwarzpulverrückständen sowie ein Laptop verschwanden. Robel P. hatte von der Beseitigung der Beweise gewusst und den FBI-Ermittlern erst nach fünf Verhören die Wahrheit gesagt.

Bei dem Anschlag auf den Bostoner Marathonlauf vom 15. April 2013 hatten Dschochar Zarnajew und sein älterer Bruder Tamerlan zwei Sprengsätze im Zielbereich des Rennens gezündet. Drei Menschen starben, rund 260 weitere wurden verletzt. Auf ihrer Flucht erschossen die aus einer tschetschenischen Familie stammenden Brüder einen Polizisten. Tamerlan kam bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei ums Leben. Dschochar wurde wenige Tage nach dem Anschlag festgenommen und vergangenen Monat von einem Schwurgericht in Boston zum Tode verurteilt.

chr/fab (afp, dpa, rtr)