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Kultur

Zwangsabstieg für eine 'alte Dame'

Rekordmeister Juventus Turin, Lazio Rom und der AC Florenz wurden wegen der Verwicklung in den Manipulationsskandal im italienischen Fußball zum Zwangsabstieg verurteilt. AC Mailand bleibt in der höchsten Klasse.

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Zu früh gefreut: Juventus Turin werden die letzten Titel aberkannt

Juventus Turin wurden zudem die Meistertitel der letzten beiden Spielzeiten 2005 und 2006 aberkannt. In die neue Saison in der Serie B muss Juventus, die "alte Dame" des italienischen Fußballs, außerdem mit 30 Minuspunkten starten. Der ebenfalls maßgeblich in die Affäre verstrickte Ex-Meister AC Mailand bleibt hingegen von einem Zwangsabstieg verschont.

Dem Klub des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlsuconi werden für die vergangene Saison allerdings rückwirkend 44 Punkte abgezogen. Damit darf Milan in der kommenden Saison nicht in der Champions League starten. In der bevorstehenden Serie-A-Saison werden dem Klub zudem 15 Zähler abgezogen. Ex-Meister Lazio und Florenz starten in der Serie B mit Punktabzügen von sieben beziehungsweise zwölf Punkten.

Who's who des Spitzenfußballs

13 der 23 Spieler der italienischen Nationalmannschaft, die am vergangenen Sonntag Fußballweltmeister wurde, gehören zu den vier bestraften Teams. Die Liste der betroffenen Profis ließt sich wie ein Who-is-Who des europäischen Spitzenfußballs: Die Franzosen Lilian Thuram, Patrick Vieira, David Trezeguet sowie unter anderem die Weltmeister Fabio Cannavaro, Gianluigi Buffon, Gianluca Zambrotta, Mauro Camoranesi und Luca Toni werden sich nun wohl neue Klubs suchen. Die europäischen Spitzenklubs reiben sich die Hände.

Die von Sportrichter Cesare Ruperto ausgesprochenen Urteile wegen Manipulationen von Meisterschaftsspielen fielen damit milder aus als von Staatsanwalt Stefano Palazzi gefordert. Der hatte unter anderem für Juventus einen Zwangsabstieg in die Serie C und die Aberkennung der letzten beiden Meistertitel sowie für den AC Mailand den Gang in die Serie B vorgesehen.

Zeit drängt - auch für die Berufung

Berufsverbote im Bereich des Fußballs für die nächsten fünf Jahre wurden zudem für den ehemaligen Juventus-Manager Luciano Moggi sowie den früheren Geschäftsführer Antonio Giraudo ausgesprochen. Von den acht Schiedsrichtern, gegen die im Zuge der Affäre Ermittlungen liefen, wurden fünf freigesprochen.

In der kommenden Woche haben die Klubs sowie die alle anderen verurteilten Personen noch die Möglichkeit zur Berufung. Dieser Prozess sollte schnell abgewickelt werden, denn bis zum 25. Juli muss der Europäischen Fußball-Union (UEFA) die endgültige Liste aller Starter in den internationalen Wettbewerben vorliegen. Nach derzeitigem Stand würden damit Inter Mailand, AS Rom, Chievo Verona und US Palermo für Italien in der Champions League starten. (wga)

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