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Unwetter

Zwölf Tote nach Taifun "Hato"

Die Zahl der Todesopfer nach dem mächtigen Taifun "Hato" in Südchina ist auf mindestens zwölf gestiegen. Wie lokale Behörden mitteilten, wurden mehrere Leichen in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao entdeckt.

Zwei Männerleichen waren in einer überfluteten Tiefgarage auf der südchinesischen Peninsula gefunden worden, wie die Behörden mitteilten. Macau gehörte zu den Orten, in denen der Sturm mit heftigen Windböen und Wolkenbrüchen am schlimmsten wütete. In der für ihre Luxushotels- und Casinos bekannten Stadt sind nach Behördenangaben 153 Menschen verletzt worden, die meisten von umherfliegenden Teilen.

Mindestens vier Menschen kamen während des schweren Sturms in der Provinz Guangdong um, einer werde noch vermisst, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. "Im Vergleich zu anderen Taifunen bewegte sich Hato zügig vorwärts, wurde schnell immer stärker und verursachte massive Mengen an Niederschlag", sagte Wu Zhifang vom Wetteramt der Provinz. Die Behörden gaben Warnungen vor Erdrutschen und Überschwemmungen.

Mit hohen Wellen, heftigen Böen und Wolkenbrüchen hatte der stärkste Taifun seit fünf Jahren am Mittwoch in der Region gewütet. Hunderttausende Menschen, die in der Nähe der Küste lebten, wurden in Sicherheit gebracht.  Schwer traf der Sturm auch Hongkong, wo mindestens 84 Menschen verletzt wurden.

Videos in sozialen Netzwerken zeigten in vielen Stadtteilen überflutete Straßen, entwurzelte Bäume und umherwirbelnde Teile, etwa von Baugerüsten. Baukräne knickten wegen des staken Windes um. Die Sturmböen erreichten Geschwindigkeiten von über zu 200 Kilometern pro Stunde, wie das Wetteramt der Stadt berichtete. Analysten sagten der "South China Morning Post", sie rechneten mit wirtschaftlichen Schäden von bis zu acht Milliarden Hongkong-Dollar (rund 870 Millionen Euro). 

myk/sti (dpa, afp, ap)

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