Zwölf Tote bei Flugzeugabsturz in Costa Rica | Aktuell Amerika | DW | 31.12.2017
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Unglück

Zwölf Tote bei Flugzeugabsturz in Costa Rica

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs sind im Westen von Costa Rica zehn ausländische Touristen und zwei Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Bei den Passagieren handelte es sich um US-Amerikaner.

Flugzeugabsturz in Costa Rica Punta Islita (picture alliance/AP Photo)

Wrackteile, die teils in Flammen stehen: Nach dem Absturz der Cessna in der Nähe der Hauptstadt San José

Die einmotorige Passagiermaschine stürzte in einer bergigen Gegend nahe der Küstenstadt Punta Islita ab und sei in Flammen aufgegangen, teilten die Sicherheitsbehörden des mittelamerikanischen Landes mit. Der Ministeriumssprecher Carlos Hidalgo veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite Bilder von brennenden Wrackteilen.

Die Unglücksursache war zunächst nicht bekannt. Präsident Luis Guillermo Solís sprach den Angehörigen sein Beileid aus und versprach eine gründliche Untersuchung des Unglücks. "Die Regierung wird die Familien der Opfer mit allem Nötigen unterstützen", schrieb der Staatschef auf Twitter. "Das Volk von Costa Rica bezeugt seine Solidarität." 

Cousin von Costa Ricas Ex-Präsidentin unter den Opfern

Unter den Opfern waren mehrere Angehörige einer Familie aus den USA, die in einem Hotel in Punta Islita Urlaub machte. Zudem kamen die beiden Piloten des privaten Flugunternehmens bei dem Unglück ums Leben. Einer der Piloten war ein Cousin von Costa Ricas früherer Staatschefin Laura Chinchilla, wie die Ex-Präsidentin bestätigte.

Medienberichten zufolge hatte das Flugzeug Probleme beim Start und stürzte kurz darauf ab. Offenbar gelang es den Piloten nicht, zügig genug an Höhe zu gewinnen und das Flugzeug über die Bergkette zu steuern. Die Maschine vom Typ Cessna 208B Grand Caravan sollte die Urlauber zum Flughafen Juan Santamaría nahe der Hauptstadt San José bringe.

Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in Costa Rica. Die abwechslungsreiche Natur mit Regen- und Mangrovenwäldern, Savannen, Stränden und Vulkangebieten zieht jedes Jahr zahlreiche Urlauber in das kleine Land.

myk/haz (dpa, ape, afp,rtre)