Zwölf Jahre Sperre für Valcke | Fußball | DW | 12.02.2016
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Fußball

Zwölf Jahre Sperre für Valcke

Die FIFA-Ethikkommission schließt den früheren Generalsekretär Jerome Valcke für zwölf Jahre von allen Aktivitäten im organisierten Fußball aus. Unter anderem werden dem Franzosen illegale Ticketgeschäfte vorgeworfen.

Die Ethikhüter des Fußball-Weltverbands FIFA haben den entlassenen Generalsekretär Jerome Valcke für zwölf Jahre gesperrt und zu einer Geldbuße von 100.000 Schweizer Franken (umgerechnet etwa 91.000 Euro) verurteilt. Die rechtsprechende Kammer der Ethikkommission ging damit über die von den FIFA-Ermittlern beantragte Sperre von neun Jahren hinaus. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass sich der ehemals enge Vertraute des ebenfalls gesperrten FIFA-Präsidenten Joseph Blatter mehrerer Vergehen schuldig gemacht habe. So soll Valcke illegale Ticketgeschäfte für die WM 2014 geduldet, sie sogar befördert und sich dabei persönlich bereichert haben. Zudem wurde dem 55-Jährigen massiver Missbrauch bei Reiseabrechnungen zur Last gelegt. Als dritten Verstoß nannte die Ethikkommission den Versuch des Franzosen, die TV-Rechte für die WM 2018 und die WM 2022 in der Karibik weit unter Wert zu verkaufen.

Die FIFA hatte Valke bereits Anfang Januar mit sofortiger Wirkung entlassen. Mitte September 2015 war der Generalsekretär wegen der Korrutionsvorwürfe gegen ihn suspendiert worden. Valcke war lange Zeit rechte Hand von Joseph Blatter. Der langjährige FIFA-Chef und UEFA-Präsident Michel Platini waren Ende Dezember für acht Jahre gesperrt worden. Das Berufungskomitee der FIFA berät am kommenden Montag über den Einspruch Platinis gegen das Urteil, am Dienstag über jenen Blatters.

sn/asz (sid, afp, rtr)

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