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Wirtschaft

Zuversicht setzte sich durch

Vereinzelte Gewinnmitnahmen drückten den Markt. Nach der umstrittenen US-Entscheidung, hohe Einfuhrzölle auf Stahl zu erheben, geriet besonders die ThyssenKrupp-Aktie unter Druck.

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Zum Abend hin drehte der DAX aber endgültig und deutlich in Plus und schloß 56,59 Punkte oder über ein Prozent höher mit 5.285,26. Auch am Neuen Markt setzte sich Zuversicht letztlich durch und der Auswahlindex NEMAX 50 legte 1,26 Punkte auf 1042,11 zu.

Es waren positive Meldungen zum Konjunkturverlauf in den USA, die die Phantasien beflügelten. Die US-Wirtschaft werde nach Ansicht des Gouverneurs der Federal Reserve Bank von Philadelphia, Anthony Santomero, im zweiten Halbjahr 2002 um drei bis vier Prozent wachsen. Dabei könne die Geldpolitik mit zunehmender Wachstumsdynamik behutsam zu einer neutralen Haltung zurückkehren, sagte er am Mittwoch mit Blick auf jüngste überraschend starke US-Konjunkturdaten.

Signale für die allmähliche Belebung der US-Wirtschaft gingen am Nachmittag von den Daten zum Auftragseingang für Januar aus. Nach Angaben des Handelsministeriums stieg das Volumen der Bestellungen zum Vormonat saisonbereinigt um 1,6 Prozent auf 325,8 Milliarden Dollar nach einem Zuwachs von 0,7 Prozent im Vormonat. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt ein Plus von 1,5 Prozent vorausgesagt. Überdurchschnittlich stark stieg die Zahl der Neuaufträge für Computer und andere Elektronikprodukte.

Zu den größten Gewinnern gehörten die Aktien der HypoVereinsbank und Epcos. schwächer präsentierten sich indes die Titel des Stahlkonzerns ThyssenKrupp und Autobaier. US-Präsident George W. Bush hatte am Dienstagabend Importzölle für die meisten Stahlerzeugnisse von bis zu 30 Prozent verhängt hatte, um die US-Stahlbranche zu schützen. 'Das sieht nicht gut aus für den ganzen Sektor', sagte Aktienhändler Marco Herrmann von der HypoVereinsbank. ThyssenKrupp hält aber an seiner Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr fest. Der Konzern liefert nach eigenen Angaben Stahl im Volumen von 200 Millionen Euro Umsatz in die USA, was knapp zwei Prozent des Gesamtumsatzes entspreche.

Die Deutsche Börse AG will entgegen früheren Überlegungen am bisherigen Handelsende mit einer Schlussauktion um 20.00 Uhr sowohl für den elektronischen als auch maklergestützten Handel festhalten. Die Börse teilte am Mittwoch im Anschluss an eine Sitzung des entscheidenden Gremiums Börsenrat weiter mit, bei dem bisherigen System bleiben zu wollen. Zuletzt hatte die Börse den Marktteilnehmern ein alternatives Modell mit einer auf 17.30 Uhr vorgezogenen Schlussauktion und anschließendem Abendhandel diskutiert. Dieses Modell biete allerdings nicht die von den Marktteilnehmern gewünschte Kostenreduktion.

Die Handelszeit bis 20.00 Uhr berücksichtige vor allem die Interessen der deutschen Privatanleger im Kassabereich sowie der institutionellen Investoren aus dem Ausland im Kassa- und Terminmarkt, hieß es in der Mitteilung. Das Thema Handelszeiten werde aber weiter vertiefend mit den Marktteilnehmern diskutiert.

Die Durchschnittsrendite stieg um neun Basispunkte auf 4,99 Prozent.

Die Schlusskurse der Standardwerte wie immer ohne Gewähr:

adidas-Salomon 79,98 (-0,31)

Allianz 267,90 ( 0,90)

BASF 46,35 ( 0,48)

Bayer 37,70 (-0,10)

HypoVereinsbank 37,34 ( 1,59)

BMW 44,23 (-0,67)

Commerzbank 20,16 ( 0,63)

DaimlerChrysler 48,89 (-0,42)

Degussa 35,10 ( 0,29)

Deutsche Bank 73,60 ( 1,10)

Deutsche Post 16,21 ( 0,15)

Deutsche Telekom 17,15 ( 0,43)

E.ON AG 56,82 ( 0,70)

EPCOS 50,10 ( 1,62)

Fresenius Med. Care 63,14 ( 2,44)

Henkel 69,12 ( 1,62)

Infineon Techno 28,25 ( 0,66)

Linde 55,75 ( 0,60)

Lufthansa 19,17 (-0,07)

MAN 28,32 ( 0,13)

Metro 41,60 ( 1,01)

MLP 68,48 ( 0,74)

Münchener Rück 293,60 ( 4,16)

Preussag 35,00 ( 0,85)

RWE 41,89 ( 0,59)

SAP 165,95 ( 2,05)

Schering 65,68 ( 0,32)

Siemens 74,84 ( 0,84)

ThyssenKrupp 17,18 (-0,11)

VW 57,94 (-0,16)

Ausgewählte Devisennotierungen aufgrund der Referenzkurse der Europäischen Zentralbank:

Danach kostete ein Euro

0,8712 US-Dollar
0,6125 Brit. Pfund
1,4767 Schweizer Franken und
114,86 Japanische Yen

  • Datum 06.03.2002
  • Autorin/Autor Thomas Kirschning
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1xrA
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