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Aktuell Europa

Zusammenstöße nach Soldatenmord in London

Nach dem Mord an einem Soldaten ist es in London zu Zusammenstößen zwischen rechtsgerichteten Demonstranten und linken Gegendemonstranten gekommen. Mindestens 58 Menschen wurden festgenommen.

An der Protestkundgebung der rechtsextremen British National Party (BNP) nahmen nach Angaben der Behörden rund 150 Anhänger teil, die Gegendemo der antifaschistischen Bewegung "Unite against Fascism" hatte doppelt soviele Teilnehmer. Viele BNP-Anhänger schwenkten britische Fahnen, auf Spruchbändern forderten sie "Hassprediger, raus!" Einer der Organisatoren warf der Regierung eine zu nachgiebige Haltung gegenüber radikalen Islamisten vor.

Linke warnen vor Islamfeindlichkeit

Viele der Gegendemonstranten trugen Spruchbänder wie "Nein zur Islamphobie". Der Chef der Bewegung aus linksgerichteten Gruppierungen und Gewerkschaftern, Steve Hart, warf der BNP vor, den Mord für ihre politischen Ziele zu missbrauchen - und damit die Bitte von Rigbys Familie zu missachten.

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London: Spekulationen über Attentäter (22.05.2013)

Rigby war am 22. Mai am helllichten Tag auf offener Straße in London regelrecht hingerichtet worden. Bei den beiden mutmaßlichen Tätern handelt es sich um zwei zum Islam konvertierte Briten nigerianischer Abstammung. Einer von ihnen hatte gesagt, er habe den Soldaten als Vergeltung für die Tötung von Muslimen umgebracht.

Anklage wegen Mordes

Die beiden 22- und 28-jährigen Männer wurden nach der Tat von der Polizei angeschossen und in Krankenhäuser gebracht, konnten die Klinik inzwischen aber wieder verlassen. Beide müssen sich nun vor allem wegen Mordes verantworten.

Seit dem Tag der Tat marschieren fast täglich Hunderte Rechtsradikale in britischen Städten auf und fordern die Ausweisung von muslimischen Predigern. Die Familie des Opfers hatte dazu aufgerufen, den Namen des Toten nicht für radikale politische Ziele zu missbrauchen.

haz/rb (dpa, rtr, afp)

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