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Aktuell Nahost

Zusammenstöße beim "Marsch auf Jerusalem"

Rund um Jerusalem liefern sich palästinensische Demonstranten Ausschreitungen mit israelischen Sicherheitskräften. Wegen des "Marschs auf Jerusalem" hatte Israel seine Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt.

Am Kontrollpunkt Kalandia (Foto: rtr)

Am Kontrollpunkt Kalandia

In Israel und den besetzten Gebieten ist es beim "Marsch auf Jerusalem" zu Zusammenstößen zwischen israelischen Sicherheitskräften und palästinensischen Demonstranten gekommen. Am Eretz-Kontrollpunkt zum Gazastreifen erschossen israelische Soldaten nach Angaben des medizinischen Notdienstes im Gazastreifen einen Jugendlichen.

Nördlich von Jerusalem, am Kontrollpunkt Kalandia, bewarfen Demonstranten die Uniformierten mit Steinen, die wiederum setzten Gummigeschosse, Tränengas und Schockgranaten ein, berichteten mehrere Reporter. Fast 40 Menschen wurden verletzt. Weitere Zusammenstöße wurden vom Damaskus-Tor in Jerusalem, aus Bethlehem und Hebron gemeldet. Insgesamt demonstrierten mehrere tausend Menschen.

Erinnerung an den "Tag des Bodens"

Am Kontrollpunkt Kalandia

Israelische Soldaten am Kontrollpunkt Kalandia

Zu dem sogenannten "Marsch aus Jerusalem" hatte ein internationales Bündnis von Palästinensern und ihren Unterstützern aufgerufen. Ziel der Proteste am sogenannten "Tag des Bodens" ist es, auf die schleichende Verdrängung der Palästinenser aus Jerusalem aufmerksam zu machen. Die Stadt wird von Israelis wie von Palästinensern als Hauptstadt beansprucht.

Mit dem "Tag des Bodens" erinnern die Palästinenser an den 30. März 1976. Damals kam es zu Demonstrationen gegen die israelische Siedlungspolitik. Bei Protesten gegen die Beschlagnahme arabischen Bodens wurden sechs israelische Araber von der israelischen Polizei getötet.

In Alarmbereitschaft

Video ansehen 01:04

Wieder Gewalt am "Tag des Bodens"

Wegen der Proteste hatte Israel seine Streitkräfte in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Das Westjordanland wurde abgeriegelt. Auch die Grenzen zum Gazastreifen und zum Libanon, zu Jordanien und Syrien wurden verstärkt gesichert. In Jerusalem selbst galten besondere Regeln. Die Al-Aksa-Moschee, das dritthöchste Heiligtum der islamischen Welt, durften nur noch Palästinenser besuchen, die über 40 Jahre alt sind.

det, uh (afp, dapd, dpa, rtr)

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