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Hintergrund

Zur Sprache gebracht

"PASCH" lautet die Abkürzung für ein kulturpolitisches Projekt der Bundesrepublik. Gemeint sind Partnerschaften mit Schulen weltweit. Eine Bildungsinitiative und ein Impuls für die deutsche Sprache.

Schüler des Lycée Fily Dabo Sissoko in Bamako, im Hintergrund die Wand der Schule, die sie mit dem Logo des Goethe-Instituts und des PASCH-Projekts bemalt haben (Foto: Goethe-Institut)

Beim Würfelspiel bedeutet "Pasch", dass mindestens zwei Würfel die gleiche Punktzahl zeigen. Ein wertvoller Wurf: Der Pasch gilt als Glückstreffer. Seit gut einem Jahr ist PASCH auch das Zauberwort für ein groß angelegtes Projekt der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik: "Schulen: Partner der Zukunft". Dabei ist bereits jetzt ein weltweites Netz von Schulen entstanden, die jungen Menschen den Zugang zur deutschen Sprache und Kultur ermöglichen. Und die Vernetzung – auch der Schulen untereinander - geht weiter.

Schüler einer Partnerschule des Goethe-Instituts im Jemen, alle tragen strahlend weiße T-Shirts mit dem PASCH-Logo (Foto: Goethe-Institut)

Strahlende Zukunft? PASCH-Schüler im Jemen

99 Millionen für die Zukunft

Die Initiative dazu kam 2008 vom damaligen Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Mit dem neuen Bundesaußenminister Guido Westerwelle soll sich daran nichts ändern: PASCH ist ein wichtiges "Generationenprojekt", heißt es im Auswärtigen Amt. Die Umsetzung teilen sich vier Partner-Organisationen: das Goethe-Institut (GI) und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) sowie der Pädagogische Austauschdienst bei der Kultusministerkonferenz (PAD).

Im Jahr 2008 hat der Deutsche Bundestag 45 Millionen Euro für das Projekt bewilligt, 2009 flossen weitere 54 Millionen in den PASCH-Topf. Das Ziel von zunächst tausend Partnerschaften wurde früher erreicht als erwartet, nun sollen insgesamt 1500 PASCH-Schulen benannt werden. Schwerpunktregionen sind Mittel- und Osteuropa, Asien sowie der Nahe und Mittlere Osten .

Zwei Männer ziehen einen kleinen Vorhang zur Seite, hinter dem auf orangefarbenem Grund die PASCH-Plakette sichtbar wird. Im Vordergrund applaudierende Menschen(Foto: Goethe-Institut)

Enthüllung: PASCH-Plakette an einer indischen Schule

"Goethe" und der Deutschunterricht

Das Goethe-Institut betreut bereits jetzt über 400 Partnerschulen, 500 sollen es werden. In erster Linie geht es um die Förderung des Deutschunterrichts. Die Palette reicht von der Versorgung mit geeigneten Lehrbüchern oder Zeitschriften über die Ausstattung für Unterrichtsräume bis zur Bereitstellung von Computern und Internet-Anschlüssen. Dazu kommen Kulturprogramme in deutscher Sprache und Wettbewerbe mit Deutschland-Bezug. Ein wichtiger Punkt sind auch Lehrerfortbildungen – sei es in Deutschland, sei es mit Seminaren im jeweiligen Land. "Experten für Unterricht" des Goethe-Instituts unterstützen die PASCH-Aktivitäten und beraten die Deutschlehrer und –lehrerinnen vor Ort.

Übergabe der PASCH-Plakette an einer Partnerschule des Goethe-Instituts in Frankreich (Foto: Goethe-Institut)

In Frankreich wächst das Interesse an Deutsch: PASCH im Nachbarland

Die Schüler schließlich freuen sich besonders über die Möglichkeit, an dreiwöchigen Sommerkursen in Deutschland teilzunehmen. Dabei haben bisher schon rund 2000 Jugendliche aus aller Welt ihre Sprachkenntnisse verbessert und das auch in Prüfungen dokumentiert. Darüber hinaus haben sie das Land kennengelernt, und viele von ihnen überlegen nun, in Deutschland zu studieren. Nicht zuletzt haben sie Kontakte zu Gleichaltrigen aus der ganzen Welt geknüpft: In jedem Fall ein Stück globale Vernetzung und vielleicht ein unschätzbar wichtiger Dialog.

Autorin: Aya Bach

Redaktion: Ramón García-Ziemsen

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