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Kultur

Zur IFA-Halbzeit sind alle zufrieden

Aussteller, Besucher und Politiker finden die Internationale Funkausstellung gut: Die einen haben neue Aufträge zu Buche stehen, die anderen bescheinigen der IFA guten Unterhaltungswert.

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Hören und Staunen - das ist das Motto der IFA in Berlin

Während der immer noch rüstige "Lange Lulatsch", wie der Funkturm von den Hauptstädtern auch liebevoll genannt wird, ein Symbol vergangener Rundfunkzeiten ist, informieren sich zu seinen Füßen Tausende IFA-Besucher über die Technik der Zukunft. Schon nach dem dritten der insgesamt sechs Messetage ziehen Veranstalter und Aussteller der weltgrößten Leistungsschau für Unterhaltungselektronik eine erste positive Bilanz. "Eine tolle Stimmung dieses Jahr auf der IFA," sagt Martin Beckmann, der Pressesprecher des Elektronikkonzerns Sharp. "Wir sind bis jetzt sehr zufrieden. Die Auftragseingänge liegen weit über unseren Erwartungen.“

Menschentrauben und Gedränge

Besucher betrachten Flachbildschirme am Sonntag, 4. September 2005, auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin.

Multimedia-Universum der IFA

Den Anspruch, für Handel und Endverbraucher attraktive neue Produkte zu zeigen, haben alle der rund 1800 Firmen, die hier vertreten sind. Das Interesse der Besucher ist entsprechend groß. Um die Messestände in den 26 Hallen herrscht seit Freitag dichtes Gedränge.

Lange Schlangen warten zum Beispiel auf eine Hörprobe der weltweit teuersten Hifi-Anlage im Wert von fast einer Million Euro. Nur eines der zahlreichen Messehighlights. In einer anderen Halle bilden sich vor dem weltgrößten Plasma-Bildschirm große Menschentrauben. Trotz der Größe von 102 Zoll in der Diagonale - das sind rund 2,5 Meter - brilliert er mit einer hervorragenden Bildqualität.

Andere Hersteller neuer Flachbildgeräte für das hoch auflösende Fernsehen der Zukunft, HDTV, wollen ihre Gäste weniger schauen als vielmehr selbst ausprobieren lassen. Wiederum an anderer Stelle kann man es sich auf bequemen Sofas und Liegen gemütlich machen und dabei neue neue portable Spiele-Konsolen oder MP3-Handys testen.

Ein Flachbildschirm für Clement?

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement probiert ein Foto-Handy aus beim Eroeffnungsrundgang der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin am Freitag, 2. September 2005.

Auch Bundeswirtschaftsminister Clement scheint ganz angetan zu sein - was wohl seine Frau dazu sagt?

Auch die Politik setzt auf das Zugpferd Unterhaltungs- und

Kommunikationselektronik. In bester Wahlkampf-Laune sonnte sich Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement bei seinem Messerundgang im Glanz neuer Technologien. "Mein Eindruck ist phantastisch. Es macht richtig Freude, das zu sehen", verkündete der Minister. "Hier kommen jetzt die Durchbrüche, auf die wir schon lange gewartet haben. Darüber hinaus ist die IFA natürlich der europäische Treffpunkt für die Consumer Electronic, und auf diesem europäischen Marktplatz treffen sich alle Regionen der Welt.“

Wann er sich selbst einen neuen Flachbildfernseher zulegen werde, wisse er noch nicht. "Das müssen Sie meine Frau fragen", sagte Clement. Das sollte wohl auch heißen, dass im Einzelfall das Geld beim Einkaufen derzeit doch noch nicht so locker sitzt, wie es sich Wirtschaft und Politik eigentlich wünschen.

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  • Datum 06.09.2005
  • Autorin/Autor Manfred Böhm
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  • Permalink http://p.dw.com/p/78in
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