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Die Grünen machen aus der Not eine Tugend und lassen ihre 60.000 Mitglieder entscheiden, wer die Partei bei der Bundestagswahl 2013 vertreten soll. Das haben sie auf ihrem kleinen Parteitag in Berlin entschieden.

Bundesparteitag der Grünen in Berlin. Quelle: dapd

Die Grünen Parteitag Abschluss

Die Grünen haben mit nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung für die Urwahl gestimmt. Damit sind sie die erste Partei, die auf diese Art ihre Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl bestimmt. Von Mitte September bis zum 8. Oktober soll es eine dreiwöchige Diskussionsphase geben. Alle Bewerber sollen sich auf Veranstaltungen den Landesverbänden vorstellen. Am 10. November, eine Woche vor dem Grünen-Bundesparteitag in Hannover, soll das Ergebnis vorliegen.

Video ansehen 01:22

Grüne beschließen Urwahl des Spitzen-Duos

Der Abstimmung über die Urwahl war ein monatelanger Streit unter den Grünen vorausgegangen. Sie konnten sich nicht einigen, welche zwei Spitzenkandidaten sie in die kommende Bundestagswahl schicken sollen. Daraufhin hatte die Parteiführung den rund 80 Delegierten des Länderrats die Urwahl vorgeschlagen.

Sechs wollen Spitzenkandidatur

Es gibt in der Partei derzeit sechs Bewerber für die beiden Spitzenkandidaturen: Parteichefin Claudia Roth, die Fraktionschefs Renate Künast und Jürgen Trittin, Bundestagsvize Katrin Göring-Eckardt sowie die Außenseiter Werner Winkler aus Baden-Württemberg und Franz Spitzenberger aus Bayern. Weitere Bewerber könnten bis zum Bewerbungsschluss am 16. September hinzukommen. Dem Spitzenduo muss mindestens eine Frau angehören.

Die Grünen Bundesvorsitzende Claudia Roth (l) spricht am Samstag (25.06.2011) bei der außerordentlichen Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen in Berlin mit den Grünen Bundestagsfraktionsvorsitzenden Jürgen Trittin und Renate Künast (r). Auf dem Sonderparteitag von Bündnis 90/Die Grünen soll über den Leitantrag zum Atomausstieg abgestimmt werden. Foto: Herbert Knosowski dpa/lbn +++(c) dpa - Bildfunk+++

Nicht nur Roth, Trittin und Künast (von links nach rechts) wollen Spitzenkandidaten werden

Urabstimmung als Startschuss für die Bundestagswahl

Grünen-Chef Cem Özdemir erhofft sich von der Einleitung der Urwahl einen Mobilisierungsschub. "Wenn der Länderrat unserem Vorschlag folgt, haben wir eine Chance, die Debatte zu strukturieren und auch für eine inhaltliche Auseinandersetzung zu nutzen", sagte er. Eine Urabstimmung bewirke, dass jedes einzelne Mitglied an die Bundestagswahl erinnert werde. Insofern sei es auch ein Startschuss für den Bundestagswahlkampf.

Grüne verlieren in Wählergunst

Erklärtes Ziel der Grünen ist es, 2013 mit der SPD das Bündnis von Union und FDP abzulösen. Doch unmittelbar vor dem Parteitag haben die Grünen einer Emnid-Umfrage zufolge in der Wählergunst etwas verloren. Die Partei büßte in der abgelaufenen Woche einen Prozentpunkt ein und kommt nun auf 13 Prozent. Die FDP kann einen Punkt auf fünf Prozent zulegen. Union (36 Prozent), SPD (28 Prozent), Linkspartei (7 Prozent) sowie Piratenpartei (7 Prozent) erreichten in der Umfrage jeweils die Werte der Vorwoche.

nem/haz (dpa, afp, dapd, rtr)

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