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Kultur

Zurück in die Städte

Früher hieß es Stadtflucht - heute ist es umgekehrt. Die Menschen wollen raus aus den Vorstädten und wieder mitten rein ins urbane Leben. Mit Kind und Kegel.

Wohnen am Wasser im Rheinauhafen Köln. Kranhaus Rheinauhafen Köln. Copyright: DW/Marlis Schaum

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ging es los: Die Menschen wollten nicht mehr in den Städten leben - es zog sie raus aufs Land. In den 1960er und 70er Jahren sind in ganz Deutschland Siedlungen entstanden, endlose Reihenhäuser oder ganze Wohnparks. Die wurden entweder am Stadtrand gebaut oder den Bewohnern kleiner Bauerndörfer vor die Nase gesetzt. In den folgenden Jahrzehnten setzte sich das fort, allerdings wurden die Architekten solcher Siedlungen kreativer, die Häuser hübscher.

Das Eigenheim am Wendehammer, die Doppelhaushälfte am Baggerloch, familienfreundliches Wohnen und Grillabende mit den Nachbarn - all das hat die Menschen, vor allem junge Familien, vor die großen Städte getrieben. Doch so langsam scheint der Traum vom Häuschen am Stadtrand ausgeträumt. Obwohl es sehr viel teurer ist, mitten in der Stadt zu bauen, entschließen sich immer mehr Menschen dazu. Sie tun sich in Gruppen zusammen, um ihre Häuser nach eigenen Vorstellungen zu planen, ohne Makler oder Investoren - so bleibt das sogar verhältnismäßig preiswert.

Andere bauen einfach in die Höhe. Die sogenannten "Townhouses" schießen buchstäblich wie Pilze aus den Böden. So werden auch die kleinsten Baulücken in den Städten noch geschlossen.

Schließlich haben Investoren und Bauherren stillgelegte Industriegelände im städtischen Raum entdeckt. Dort entstehen ganze Viertel mit eigenem Charme: Wohnen in altem Industrieambiente oder autofreie Siedlungen.

Andere sanieren alte Lager- und Fabrikhallen, um sie zu gefragten Loftwohnungen in Toplage umzuwandeln. All diese Beispiele in dieser Ausgabe unseres Kulturmagazins, das wir diese Woche ganz der neuen urbanen Architektur gewidmet haben.

Moderation & Redaktion: Silke Wünsch

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