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Afrika

Zumas ANC siegt in Südafrika

Der Afrikanische Nationalkongress hat gesiegt: Nach der Wahl in Südafrika scheint die Zwei-Drittel-Mehrheit für die Partei Jacob Zumas sicher. Noch sind nicht alle Stimmen ausgezählt, aber 67 Prozent hat der ANC wohl.

Jacob Zuma (Foto: AP)

Hat allen Grund zur Freude: Jacob Zuma

Auch nach der vierten Parlamentswahl in Südafrika seit dem Ende der Apartheid 1994 erwartet das Land keine politische Neuausrichtung: Die Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC) mit seinem umstrittenen Vorsitzenden Jacob Zuma steht - wie erwartet - an diesem Freitag (24.04.2009) vor einem weiteren deutlichen Wahlsieg. Noch ist zwar nicht entschieden, ob der ANC seine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament wird halten können oder nicht, die Partei führte aber nach Auszählung von rund 85 Prozent der Stimmen bereits mit gut 67 Prozent. Damit gilt die Wahl Zumas im Parlament zum neuen Präsidenten bereits als sicher. Zuma sah sich zuletzt unter anderem Korruptionsvorwürfen ausgesetzt.

Helen Zille (Foto: dpa)

Helen Zille von der Demokratischen Allianz

Partei der Demokratischen Allianz überraschend stark

Mit großem Abstand zum ANC aber überraschend gut schneidet nach diesen Teilergebnissen die Demokratische Allianz (DA) der deutschstämmigen Kapstädter Bürgermeisterin Helen Zille ab. Ihre Partei kam demnach auf 17 Prozent der Stimmen, das sind fünf Prozentpunkte mehr als bisher.

ANC-Abweichler schwächer als erwartet

Der vor einem halben Jahr von enttäuschten ANC-Abweichlern gegründete Volkskongress (COPE) kommt nach diesem Stand der Auszählung nur auf acht Prozent der Stimmen. In Prognosen war erwartet worden, dass sich diese Neugründung mit zweistelligen Prozentzahlen etablieren könnte. COPE machte die angebliche Einschüchterung seiner Anhänger für das schwache Ergebnis in einigen Bezirken verantwortlich.

Symbolbild: Stimmzettel vor der Flagge Südafrikas (Grafik: DW)

Politiker sind mit dem Verlauf der Wahl in Südafrika zufrieden

Zu einer Verschiebung der Ergebnisse könnte es noch kommen, wenn die großen Townships ausgezählt werden. Das offizielle Ergebnis wird frühestens am Freitagabend erwartet.

Die letzten der 19.000 Wahllokale in Südafrika hatten wegen starken Andrangs erst Donnerstagmorgen geschlossen. Kurzfristig mussten sogar zwei Millionen Stimmzettel nachgedruckt werden. Nach Angaben der Wahlkommission war die Wahl "friedlich, ruhig und harmonisch" verlaufen. Die hohe Beteiligung an der Wahl werteten Politiker aller Parteien als Beleg für das Funktionieren der jungen Demokratie am Kap. (hp/win/rtr/dpa/afp)

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