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Wirtschaft

Zum Wochenschluss wieder schwächer

Der deutsche Aktienindex DAX hat sich am Freitag nach bereits schwachen Auftakt und einer dann abwärts gerichteten Wall Street mit deutlichen Kursverlusten präsentiert.

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Angeführt vom Schlusslicht Telekom büßte das Börsenbarometer 2,2 Prozent oder 111,17 Punkte auf 4862,60 ein. Der NEMAX 50 am Neuen Markt verlor 3,7 Prozent oder 39,89 Punkte auf 1027,07.

Ein überraschender Rückgang des Index des US-Verbrauchervertrauens der Universität Michigan im Februar hat am Freitag den Druck auf die Aktienmärkte verstärkt. Händlern zufolge untergraben ohnehin Sorgen um Bilanzierungspraktiken von US-Firmen und wachsende Schulden im US-Telekomsektor das Vertrauen der Investoren. Der Index des US-Verbrauchervertrauens der Universität Michigan fiel Anfang Februar entgegen der Analystenerwartungen auf 90,9 nach 93,0 Punkten im Januar. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem leichten Anstieg des Index auf 93,4 Zähler gerechnet. "Nach zuletzt sehr guten Daten für die US-Wirtschaft ist dies ein Rückschlag", sagte ein Händler. Vor allem für diejenigen, die angesichts der Sorgen um die Abrechnungspraktiken von Unternehmen auf gute Konjunkturnachrichten gewartet hätten, seien die Zahlen eine herbe Enttäuschung gewesen.

Im Frankfurter DAX stand die T-Aktie mit einem Minus von fast 3,9 Prozent auf der Verkaufsliste. Händler erklärten die Verluste damit, dass die Pläne des US-Konzerns Liberty Media, das Fernsehkabelnetz von der Deutschen Telekom zu kaufen, zu scheitern drohen.

Die geplante Platzierung von rund 58,5 Millionen Aktien des Baufinanzierers BHW ist gescheitert. Die Beteiligungsgesellschaft des Beamtenbundes (BTA) und die BHW Holding teilten am Freitag mit, sie hätten angesichts der schlechten Marktverfassung auf die Platzierung verzichtet. Marktteilnehmer sagten, die Absage könne das an sich schon schlechte Umfeld für weitere Platzierungen und Börsengänge weiter eintrüben. "Der Verzicht auf die Transaktion spiegelt die unverändert labile Marktverfassung wider, die in jüngster Zeit verstärkt die Finanzwerte belastete", hieß es zur Begründung. Insgesamt sollten 32,5 Prozent der BHW-Anteile zum Kauf angeboten werden, davon 27,5 Prozent aus dem Bestand des BTA. Börsianern zufolge hat eine am Donnerstag publizierte Einstufung mit "Underperform" mit einem Kursziel von 18 Euro durch die Deutsche Bank unter den Anlegern für zusätzliche Zurückhaltung gesorgt.

Am Rentenmarkt stieg der Bund-Futur um 0,1 Prozent auf 107,63 Punkte. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite am Mittag vier Basisstellen niedriger mit 4,8 Prozent fest.

Die Schlußkurse der 30 DAX-Werte (in Euro, ohne Gewähr):

Wertpapier Kurs Veränderung

Adidas-Salomon 78,65 0,65

Allianz 254,00 -7,00

BASF 41,16 -0,55

Bayer 33,99 -0,51

Bay. HypoVereinsbank 33,30 -0,30

BMW 41,14 -0,80

Commerzbank 18,25 -0,28

DaimlerChrysler 42,35 -1,16

Degussa 34,09 0,10

Deutsche Bank 68,45 -1,79

Deutsche Post 15,07 -0,18

Deutsche Telekom 15,21 -0,61

E.ON 56,05 -1,79

Epcos 43,30 -1,10

Fresenius Medical Care 61,24 -0,85

Henkel 64,85 -0,26

Infineon Technologies 25,45 -0,84

Linde 53,35 -0,55

Lufthansa 17,20 -0,28

MAN 25,86 0,15

Metro 36,65 -0,43

MLP 64,11 -1,14

Münchener Rück 277,50 -6,22

Preussag 33,05 -0,60

RWE 41,05 -0,57

SAP 157,51 -3,54

Schering 65,44 -0,30

Siemens 64,99 -2,11

ThyssenKrupp 16,48 -0,13

VW 51,75 -0,27

Einige Devisennotierungen auf Basis der Referenzkurse der Europäischen Zentralbank:

Danach lag der Euro bei

0,8705 US-Dollar

0,6095 Brit.Pfund

1,4813 Schw.Franken

und

115,61 Jap.Yen