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Wirtschaft

Zum Wochenschluss Gewinnmitnahmen

Belastet von Gewinnmitnahmen ist der Deutsche Aktienindex DAX am Freitag gesunken. Hier standen vor allem Technologieaktien in der Verlustzone. Das Börsenbarometer sank um zwei Prozent oder 78 Punkte auf 3828.

Der Auswahlindex NEMAX 50 am Neuen Markt fiel leicht um 0,3 Prozent oder 1,6 Punkte auf 520.

"Viele Anleger nehmen vor dem Wochenende die Gewinne mit", sagte ein Aktienhändler. Schließlich habe der DAX in den vergangenen zwei Handelstagen jeweils im Plus geschlossen. Die Umsätze seien überaus gering gewesen, hieß es.

Zu den Verlierern zählte die Aktie der Deutschen Telekom mit einem Minus von 3,9 Prozent. Die Analysten von Goldman Sachs hatten in einer Studie die Verlustprognose für den Bonner Konzern für das laufende und das kommende Geschäftsjahr erhöht.

Die Technologiewerte konnten ihren Erholungskurs vom Vortag nicht fortsetzen. Papiere des Chipherstellers Infineon fielen um 5,9 Prozent. Händler erklärten die Verluste mit einer Gewinnwarnung der Infineon-Beteiligung ProMOS Technologies. Aktien des Bauelemente-Spezialisten EPCOS büßten 3,1 Prozent, Siemens 2,5 Prozent ein und SAP verloren 3,8 Prozent.

Zu den DAX-Gewinnern zählte die zuletzt arg gebeutelte Commerzbank-Aktie mit plus 3,4 Prozent. "Auf die Commerzbank ist ja lange eingeprügelt worden", sagte ein Händler. Nun griffen Investoren wieder vermehrt zu.

Die Aktien von T-Online sind am Freitag deutlich ins Plus gedreht, nachdem bekannt geworden war, dass Europas größter Internet-Anbieter die operative Gewinnschwelle früher als erwartet überschritten hat. Die Zahlen seien positiv zu werten, sofern sie denn stimmen, sagten Analysten mit Blick auf die zunächst fehlende offizielle Bestätigung der Zahlen durch das Unternehmen. Der bereits am Freitag von der Nachrichtenagentur Reuters vorliegende Halbjahresbericht soll am kommenden Donnerstag veröffentlicht werden. Dem Bericht zufolge erzielte T-Online unter Einschluss aller Beteiligungen und Projekte im zweiten Quartal einen operativen Gewinn (Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen) von 1,498 Millionen Euro. T-Online wollte die Zahlen zunächst nicht kommentieren.

Die Umlaufrendite wurde von der Bundesbank eine Basisteile niedriger bei 4,51 Prozent ermittelt.

Am kommenden Mittwoch legen in München die Wirtschaftsforscher aus dem Ifo-Institut wieder das Ergebnis ihrer aktuellen Umfrage unter 7.000 deutschen Unternehmen auf den Tisch. Die Experten von Deutscher Bank und Deka Bank erwarten, dass der ifo-Geschäftsklimaindex, also die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage, für August zum dritten Mal in Folge zurückgegangen ist. Wie sich die Stimmung in den USA verändert hat, werden die Märkte am kommenden Freitag erfahren: Dann veröffentlicht die Universität in Michigan den Konsumklimaindex für August. In Chicago wird am selben Tag der Einkaufsmanagerindex bekannt gegeben.

Die Schlusskurse im Dax wie immer ohne Gewähr:

adidas-Salomon 79,50 (- 0,50)
Allianz 142,16 (- 6,34)
BASF 41,80 (- 0,16)
Bayer 24,69 (- 0,20)
HypoVereinsbank 23,16 (- 0,52)
BMW 38,81 (- 0,74)
Commerzbank 12,11 (+ 0,40)
DaimlerChrysler 45,95 (- 0,98)
Degussa 30,65 (+ 1,08)
Deutsche Bank 64,00 (- 0,70)
Deutsche Post 11,00 (+ 0,31)
Deutsche Telekom 11,25 (- 0,45)
E.ON AG 52,40 (- 1,11)
EPCOS 16,57 (- 0,53)
Fresenius Med. Care 31,99 (+ 0,06)
Henkel 69,32 (+ 0,27)
Infineon Techno 12,70 (- 0,79)
Linde 42,45 (- 1,60)
Lufthansa 13,44 (- 0,31)
MAN 20,85 (+ 0,04)
Metro 27,24 (- 0,15)
MLP 16,60 (- 0,36)
Münchener Rück 195,75 (- 3,65)
TUI AG 22,66 (- 0,34)
RWE 37,10 (- 1,23)
SAP 84,34 (- 3,31)
Schering 58,00 (- 0,19)
Siemens 51,45 (- 1,29)
ThyssenKrupp 13,83 (- 0,12)
VW 48,30 (- 0,60)

Ausgewählte Devisennotierungen aufgrund der Referenzkurse der Europäischen Zentralbank - danach kostete ein Euro

US-Dollar 0,9697
Brit. Pfund 0,6384
Schw. Franken 1,4724
Japan. Yen 116,30


  • Datum 23.08.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2aCs
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