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Zum Baden freigegeben

Baden kann man im Meer, aber auch in der Badewanne. Ein Genuss ist außerdem der Besuch von Badetempeln, die in Bad Pyrmont oder Baden-Baden stehen. Dort kann man, wenn man will, auch ein Bad in der Menge nehmen.

Eine Mutter (Mitte() mit ihren beiden Kindern sitzt am Strand des Wannsees und hält einen Regenschirm über ihren Kopf. Alle sind wegen des schlechten Wetters in T-Shirts und Hosen gekleidet.

Hartgesottene Badeurlauber halten fast alles aus!

Es tut gut, je nach Wassertemperatur. Es macht zudem Spaß und ist mitunter notwendig. Es kann in geschlossenen Räumen stattfinden, aber auch im Freien. Die Rede ist vom Baden.

Baden im Wasser

Wer im Sommer an Baden denkt, hat mit großer Wahrscheinlichkeit herrliche Badestrände in Badeorten vor Augen, Badeseen oder den ehemaligen Baggersee, der zum Baden freigegeben wurde.

Dieser hat vielleicht sogar einen richtigen kleinen Strand mit weißem Sand, auf dem man sein Handtuch ausbreiten, lange Sonnenbäder nehmen und die aus dem Wasser steigenden Badenixen beobachten kann. Beim Anblick der jungen Damen im knappen Bikini möchte mancher gerne wieder ein Bad nehmen. Wahre Badeparadiese mit Wellenbädern und Riesenrutschen sind die Hallen- und Freibäder.

Baden in der Menge

Eine Frau im Bikini im Meer

Eine Badenixe!

Auch Politiker, Schauspieler und andere Persönlichkeiten, die im Rampenlicht stehen, nehmen gerne ein Bad – nämlich eines in der Menge. Sie schütteln dann Hände, küssen Kinder, lassen sich mit Hänschen oder Lieschen Müller fotografieren – kurzum sie genießen es, bewundert zu werden.

Besonders häufig finden diese Bäder in der Menge statt, wenn ein bestimmtes Ziel erreicht werden soll. So suchen Politiker im Wahlkampf gerne den direkten Kontakt, wenn sie neue Wähler gewinnen wollen. Schauspieler verteilen gerne Autogramme, bevor sie zur Präsentation ihres neuen Filmes eilen.

Sind Sie schon baden gegangen?

Je nachdem können sie mit diesem Film aber baden gehen. Baden gegangen ist jemand, dem eine Sache gründlich misslungen ist. Im schlimmsten Fall kann es sogar den – meist beruflichen – Untergang bedeuten.

Daher ist das Bad im Meer oder im See im Urlaub immer noch die beliebteste Art, baden zu gehen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Man steigt ins Wasser, um ein Bad zu nehmen, das heißt sich im Wasser ein bisschen abzukühlen. Die ehrgeizigen Badegäste schwimmen weit ins Meer hinaus und haben nur einen verächtlichen Blick übrig für diejenigen, die lediglich baden gehen.

Badewannen, Badetempel und Badezimmer

Ein Junge in einer Badewanne bei einem Wettrennen

Auch so kann man eine Badewanne nutzen: Bei einem Wettrennen

Bäder können nicht nur im Meer oder See und in der Menge, sondern auch in der heimischen Badewanne genommen werden. Und diese steht in der Regel im Badezimmer. Wer es ganz besonders komfortabel haben will, der begibt sich in einen der zahlreichen Kur- und Badeorte. Diese bieten in ihren ebenso zahlreichen Badetempeln alles, was das Baden zum wohligen Vergnügen macht.

Diese Badetempel sind keine Tempel, in denen man sich zum Gebet oder zur Kontemplation aufhält. Entspannung bieten sie aber dennoch. Dampfbäder, Salzgrotten, Aromatherapien, Saunen, Solbäder – jede Menge wird demjenigen geboten, der sich in einem dieser Badetempel aufhält. Medizinische Bademeister und Bademeisterinnen bereiten zum Wohle der Badegäste Moor- und andere Heilbäder zu, machen Bewegungstherapien und sorgen so dafür, dass eine Badekur zum Heilerfolg führt.

Bade-Städte

Und nicht selten finden diese Badekuren dann auch in Städten statt, die das Bad im Namen tragen: Bad Pyrmont, Bad Oeynhausen, Bad Reichenhall, Wiesbaden, Wildbad – um nur einige wenige zu nennen.

Eine Frau schwimmt im Friedrichsbad in Baden-baden

Ein Bad nehmen im Friedrichsbad von Baden-Baden

Eine Stadt trägt das Bad sogar doppelt im Namen: Baden-Baden. Und das hat einen ganz einfachen Grund: Man wollte nicht mit anderen Städten wie Baden bei Wien oder Baden in der Schweiz verwechselt werden. Deshalb wurde die Region, in der die Stadt liegt, nämlich Baden, dem Namen einfach hinzugefügt. Taucht also das Wort Bad oder baden in einem Städtenamen auf, ist das ein Hinweis darauf, dass es dort Heilquellen gibt. Das Wort Bad ist denn auch erstmals im 8. Jahrhundert verzeichnet, – und zwar in der Bedeutung eines Dampfbades. Als Verb bedeutete baden erhitzen.

Kinder nicht zu heiß baden

Erhitzt steigt auch jemand aus der Badewanne, die im Badezimmer steht. Aus den Nasszellen von früher, in denen man sich nur schnell wusch, sind inzwischen oft richtige Wohlfühloasen mit Whirlpools und ähnlichem Schnickschnack geworden. Der frisch Gebadete steigt in seine Badeschlappen, zieht sich den Bademantel über – eine Badehose oder einen Badeanzug hat er oder sie im heimischen Badezimmer wahrscheinlich nicht an – und macht es sich anschließend gemütlich. Vielleicht mit einem guten Buch.

Kommt dann jemand herein und wirft ihm an den Kopf "Du hast wohl zu heiß gebadet" oder "Du bist als Kind zu heiß gebadet worden", dann darf er mit Fug und Recht böse auf ihn oder sie sein. Denn dann will man Ihnen deutlich machen, dass Sie nicht besonders klug sind. So als ob Ihr Gehirn – im bildlichen Sinne – geschrumpft ist wie ein Pullover, der zu heiß gewaschen wurde.

Pack' die Badehose ein

Bei den Betrachtungen über das Bad dürfen wir die Bäder der wahren Fotoliebhaber nicht vergessen, die ihre Fotos noch per Hand entwickeln. Die Negative werden in verschiedene Bäder – Entwicklungs-, Stopp-, Fixierbäder – getaucht, bis das Ergebnis sichtbar ist. Wenn die Urlaubsbilder dann entwickelt sind, kann man sehen, mit wem man im Urlaub so gebadet hat. Und mit einem Liedchen auf den Lippen kann man sich auf den nächsten Badeurlaub freuen:

"Pack' die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein,

Und dann nischt wie raus nach Wannsee

Ja wir radeln wie der Wind durch den Grunewald geschwind,

Und dann sind wir bald am Wannsee.

Hei, wir tummeln uns im Wasser

Wie die Fischlein, das ist fein

Und nur deine kleine Schwester

Nee, die traut sich nicht hinein

Pack' die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein

Denn um Acht müssen wir zuhause sein …"

(Cornelia Froboess: "Pack' die Badehose ein")



Fragen zum Text

Eine Badenixe ist …

1. eine wasserfeste Puppe.

2. die Bezeichnung für hübsche Frauen im Badeanzug.

3. eine sprachliche Tautologie.

Hänschen oder Lieschen Müller bedeutet hier im Text …

1. irgendjemand in der Menge.

2. ein Mann oder eine Frau mit den Namen Hans und Elisabeth Müller.

3. zwei Prominente, die sich auch fotografieren lassen wollen.

Solbäder sind …

1. besondere Badezimmer.

2. Bäder in Salzwasser.

3. Badeorte mit speziellen Kuren.

Arbeitsauftrag

Informieren Sie sich über die Geschichte von Baden-Baden. Teilen Sie Ihre Gruppe in mehrere Einzelgruppen auf. Jede Einzelgruppe befasst sich mit einer Epoche und stellt die Ergebnisse der Entwicklungsgeschichte anschließend in einem Referat vor. Verwenden Sie für die Präsentation – wenn möglich – alle verfügbaren Medien.

Autorin: Beatrice Warken

Redaktion: Raphaela Häuser

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