Zugunglück in Bayern: Fahrdienstleiter wieder frei | Aktuell Deutschland | DW | 08.05.2018
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Bayern

Zugunglück in Bayern: Fahrdienstleiter wieder frei

Bei einem Zugunglück bei Aichach in Bayern sind am Montagabend zwei Menschen ums Leben gekommen. Der Fahrdienstleiter wurde wegen des dringenden Verdachts der fahrlässigen Tötung festgenommen, kam nun aber wieder frei.

Der Mann, der als dringend tatverdächtig für das Zugunglück von Aichach galt, ist wieder frei auf freiem Fuß. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Augsburg mitteilte, wurde zwar Haftbefehl unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung gegen den 24-Jährigen beantragt und vom Ermittlungsrichter erlassen. Der Haftbefehl wurde demnach aber unter Auflagen wieder außer Vollzug gesetzt.

Nach Einschätzung der Ermittler führte menschliches Versagen des Fahrdienstleisters am Montagabend zu dem Zusammenstoß einer Regionalbahn mit einer stehenden Güterlok. Was genau dem Fahrdienstleister vorgeworfen wird, wollte der Sprecher der Ermittlungsbehörde wegen der laufenden Ermittlungen nicht mitteilen.

Menschliches Versagen? 

Zuvor hatte die Polizei erklärt, nach ersten Ermittlungen sei der Unfall auf menschliches Versagen des Fahrdienstleiters zurückzuführen. Solche Mitarbeiter stellen Weichen und Signale für die Züge und navigieren sie durch das Schienennetz.

Der Personenzug der Bayerischen Regiobahn war - wenige hundert Meter vom Bahnhof Aichach entfernt - auf einen stehenden Güterzug aufgefahren. Der Lokführer des Personenzugs sowie eine 73-jährige Passagierin starben. 14 Menschen wurden teils schwer verletzt. Der Lokführer des Güterzugs blieb unversehrt. Der betroffene Abschnitt auf der Strecke Augsburg-Ingolstadt wurde vorübergehend gesperrt.

Unglück auch in Oberbayern

Schon wenige Stunden zuvor hatte sich in Bayern ein tödlicher Unfall mit einem Zug ereignet: An einem unbeschrankten Bahnübergang in Seeshaupt am Starnberger See erfasste ein Regionalzug ein Auto und schleifte es mehrere hundert Meter mit. Dabei kamen der Fahrer und der Beifahrer des Wagens ums Leben.

ie/rb/kle (dpa, afp, rtr)