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Wirtschaft

"Zufallskurse" bei geringen Umsätzen

Die Umsätze waren dünn, die Nachrichtenlage ebenfalls. Die Händler langweilten sich, und die Börsenbarometer gingen mit Verlusten ins Wochenende.

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Zum Wochenende geben die Kurse ja häufig nach, und so war es auch heute. Der DAX verlor 0,3 Prozent auf 5157 Punkte, und am Neuen Markt verabschiedete sich der Nemax-50-Index mit 1175 Zählern ins Wochenende, ein Minus von 0,5 Prozent.

Die Umsätze waren ziemlich dünn, angesichts der geringen Volumina sprachen manche Händler von 'Zufallskursen'. Außerdem gab es Gewinnmitnahmen, hieß es an der Börse.

Die Zahlen, die der schwedische Handy-Hersteller Ericsson am Freitag vorlegte, waren auch nicht geeignet, um die Stimmung zu heben. Ericsson fuhr im letzte Jahr über zwei Milliarden Euro Verlust ein. Allerdings war das Ergebnis erwartet worden.

Technologie-Titel, die am Vortag noch gut zugelegt hatten, lagen zu Börsenschluss meist im Minus: Infineon und Epcos verzeichneten Abschläge von jeweils einem Prozent.

Noch stärker, nämlich um die drei Prozent, verloren die Papiere von Metro und MAN. Händler sagten jedoch, es gebe keine fundamentalen Gründe dafür.

Die Versicherungs-Aktien litten Händlern zufolge unter Spekulationen über eine bevorstehende Gewinnwarnung des Schweizer Rückversicherers Swiss Re. Allianz-Papiere gaben über ein Prozent ab, die Aktie der Münchener Rück büßte über zwei Prozent ein.

Mit einem Prozent im Plus schloß dagegen die Aktie der Deutschen Post, am Vortag einer der schwächsten Werte. Das Bundesfinanzministerium hatte die vom Bundesrechnungshof kritisierte Umsatzsteuerbefreiung der Post verteidigt.

Der Rentenmarkt präsentierte sich schwächer. Der Richtung
weisende Bund-Future lag 0,5 Prozent leichter bei 107,40 Punkten. Der Rentenmarkt-Index Rex verlor 0,41 Prozent auf 112,71 Zähler. Die Umlaufrendite betrug 4,74 Prozent, fünf Basispunkte höher als am Vortag.

Die Schlußkurse der 30 DAX-Werte (in Euro, ohne Gewähr):

Wertpapier Kurs Veränderung

Adidas-Salomon 79,55 -0,13
Allianz 266,40 -3,48
BASF 45,30 0,43
Bayer 37,62 0,01
Bay. HypoVereinsbank 35,81 -0,45
BMW 38,49 0,38
Commerzbank 19,54 0,29
DaimlerChrysler 47,15 0,39
Degussa 32,56 0,12
Deutsche Bank 75,15 -1,60
Deutsche Post 15,25 0,14
Deutsche Telekom 17,94 0,09
E.ON 58,92 0,27
Epcos 47,34 -0,51
Fresenius Medical Care 67,89 0,11
Henkel 63,30 -0,13
Infineon Technologies 23,86 -0,24
Linde 47,50 -0,16
Lufthansa 17,07 -0,44
MAN 26,00 -0,70
Metro 39,00 -1,40
MLP 75,00 -0,73
Münchener Rück 276,20 -6,70
Preussag 33,21 0,26
RWE 43,30 -0,25
SAP 168,90 1,65
Schering 64,00 0,05
Siemens 71,10 0,25
ThyssenKrupp 16,39 0,11
VW 51,50 -0,10


Die Referenzkurse der Europäischen Zentralbank für einige Devisen.
Ein Euro entspricht

0,8663 US-Dollar
116,35 jap. Yen
0,6126 brit. Pfund

Der Euro ist also gegenüber dem Dollar auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten gefallen. Es werde erwartet, daß sich die US-Konjunktur schneller erhole als die europäische, sagten Händler zur Begründung.

  • Datum 25.01.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1kyN
  • Datum 25.01.2002
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