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Aktuell Deutschland

Zschäpe soll des Mordes angeklagt werden

Bei den Ermittlungen gegen die Zwickauer Neonazis gibt es offenbar Fortschritte. Die inhaftiterte Beate Zschäpe muss jetzt mit einer Mordanklage rechnen, heißt es in Medienberichten.

Die Bundesanwaltschaft will die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Zschäpe laut einem Bericht von Sueddeutsche.de wegen Beteiligung an zehn Morden der Zwickauer Terrorzelle anklagen. Das gehe aus dem Antrag der Bundesanwaltschaft auf Fortsetzung der Untersuchungshaft hervor, berichtete die Zeitung. Außerdem vorgeworfen werde der 37-Jährigen eine Beteiligung an 14 Banküberfällen der Gruppe, die sich den Namen "Nationalsozialistischer Untergrund" gegeben hatte.

Eine Kombo aus Reproduktionen der Ostthueringer Zeitung aus dem Jahr 1998 zeigt Fahndungsbilder von Beate Zschäpe (l-r), Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Foto: dapd

Ein Fahndungsfoto aus dem Jahr 1998 mit Zschäpe und ihren Komplizen Böhnhardt (Mitte) und Mundlos.

Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft kommentierte den Bericht am Samstag nicht. "Welche Vorwürfe der Generalbundesanwalt der Beschuldigten Zschäpe in der Anklageschrift zur Last legen wird, kann abschließend erst nach dem Abschluss der Ermittlungen beurteilt werden", sagte sie. Bislang wurden Zschäpe lediglich Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und schwere Brandstiftung vorgeworfen.

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Die Bundesanwaltschaft hatte zuletzt geplant, im Herbst Anklage gegen die mutmaßliche Terroristin erheben zu wollen. Die Zwickauer Terrorzelle - aus den Jenaer Neonazis Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe bestehend - soll für zehn Morde an neun Kleinunternehmern türkischer und griechischer Herkunft sowie an einer Polizistin verantwortlich sein. Im vergangenen November war die Gruppe nach einem Banküberfall im thüringischen Eisenach aufgeflogen. Mundlos und Böhnhardt wurden tot aufgefunden, Zschäpe inhaftiert.

/ Ein Bildschirmfoto aus dem Bekennervideo der Mitglieder der terroristischen Vereinigung Nationalsozialistischer Untergrund . Foto: dapd

Mit einem Video, in dem die Comicfigur "Pink Panther" vorkam, hatte sich die NSU zu den Taten bekannt.

Sie galt als die stille Frau im Hintergrund der NSU. Die gelernte Gärtnerin wuchs alleine bei ihrer Mutter auf. Sie soll zunächst eine Beziehung mit Mundlos, dann mit Böhnhardt gehabt haben. 1998 tauchte sie mit den beiden unter. Nach dem Tod ihrer beiden Komplizen zündete sie die gemeinsame Wohnung an. Ein paar Tage später stellte sie sich der Polizei.

ml/uh (dpa, dapd, rtr)

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