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Reise

Zimmer mit Kultstatus

In Berlin boomt die Hostelszene. Vor allem junge Leute zieht es in die Hauptstadt. Sie können zwischen vielen ungewöhnlichen und preiswerten Übernachtungsmöglichkeiten wählen. Eine davon: Eine Nacht im Pionierlager.

Blick in ein Zimmer in einer Berliner Herberge (AP Photo/Markus Schreiber).

Ein Zimmer der "Rock 'n' Roll Herberge"

Die Zeitreise beginnt schon beim Einchecken in das erste Hostel im Ost-Retro-Style. Im Fernseher direkt neben der Rezeption drückt Erich Honecker Fidel Castro gerade einen seiner berühmten Brüderküsse auf die Wange. Egal, ob in der Stasi-Suite oder im Pionierlager, die Gäste erwartet ein authentisches Übernachtungserlebnis im Ost-Design.

Schlafen mit dem Mu-Fu-Ti

Am 1. Mai 2007 eröffnete das Ostel in einem unscheinbaren Plattenbau in der Nähe des Ostbahnhofs und hat jetzt schon Kultstatus erlangt. 39 Zimmer gibt es, die mit viel Liebe zum Detail ausgestattet wurden. So finden sich in den Zimmern Möbel aus der geschlossenen Regierungssiedlung Wandlitz, eine Lampe aus dem inzwischen fast abgerissenen Palast der Republik und der berühmte Mu-Fu-Ti - der Multifunktionstisch. Außerdem finden Gäste viele Accessoires, Schallplatten und andere noch vorhandene Reliquien aus DDR-Zeiten. Die Preise im Ostel liegen zwischen neun (im Pionierlager) und 59 Euro pro Nacht.

In Kojen oder mit Rock 'n' Roll

Ein Berliner Hostel von außen gesehen (AP Photo/Markus Schreiber).

Viele Bands schlafen nach ihren Auftritten in dem Hostel

Am günstigsten ist es in den zahlreichen neu errichteten Hostels. Und das Angebot scheint schier unerschöpflich. So kann man im Eastern Hostelboat auf der Spree in 24 Kojen nächtigen. Den fantastischen Blick übers Wasser und eine Lounge auf Deck gibt es inklusive. Etwas lauter geht es in der Rock 'n' Roll-Herberge in Kreuzberg zu. Dort können vor allem Szenegänger nach einer Kneipentour ihr müdes Haupt betten. Jedes der sieben Zimmer ist von Künstlern individuell und bunt gestaltet. "Wir sind für Musiker und Musikliebhaber da", sagt Sassan, der in der Herberge für Ordnung sorgt. In der dazugehörigen Kneipe legen DJs auf und beim Kickern lassen sich leicht neue Leute kennen lernen.

"Günstig, sauber, sicher" Eine weitere angesagte Adresse ist das Generator im Szenebezirk Prenzlauer Berg. 2002 eröffnete das Haus und ist mit rund 900 Betten nach eigenen Angaben Deutschlands größtes Hostel. Mit 8000 Quadratmetern Fläche ist das Hostel auch größer als ein Fußballfeld. "Für uns ist die Hauptsache: günstig, sauber, sicher", sagt die stellvertretende Direktorin Sabine Ranft. Vor allem Schulklassen und Backpacker zieht es in den renovierten Plattenbau. Auf die Gäste warten geführte Kneipentouren und Stadtrundgänge, Internetcafé, Waschsalon und eine Bar mit regelmäßigen Karaoke-Abenden. (AP)

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