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Aktuell Afrika

Zentralafrikanische Republik: Neuer Präsident "ohne Vorurteile"

In der Zentralafrikanischen Republik ist der neue Präsident, Faustin-Archange Touadéra, vereidigt worden. Mit seinem Amtsantritt ist die Hoffnung auf eine Rückkehr zu Frieden und Stabilität verbunden.

Faustin-Archange Touadera (Foto: Reuters/S. Modola)

Große Herausforderungen stehen vor dem neuen Präsidenten Touadéra (Archivbild)

Die Vereidigung des überraschenden Siegers der Präsidentschaftswahlen fand im Stadion der Hauptstadt Bangui statt, das 20.000 Menschen fasst. Anwesend waren die Staatsoberhäupter der angrenzenden Länder, darunter Präsident Teodoro Obiang Nguema aus Äquatorialguinea und Denis Sassou Ngeusso aus der Republik Kongo. Der neue Präsident Faustin-Archange Touadéra schwor, dass er die Verfassung respektieren und den Frieden erhalten werde. Er versprach, seine Pflichten "ohne ethnische Vorurteile" auszuüben.

Touadéra hatte bei der Stichwahl am 14. Februar rund 62 Prozent der Stimmen erhalten, im ersten Wahlgang lag er noch weit hinter seinem direkten Konkurrenten Anicet-Georges Dologuélé. Touadéra übernimmt die Macht von einer Übergangsregierung, die nach dem Ausbruch eines Bürgerkrieges geschaffen wurde.

Putsch, Gewalt und Flucht

Im März 2013 hatten Putschisten der überwiegend muslimischen Seleka-Bewegung den damaligen Präsidenten François Bozizé gestürzt. Danach eskalierte bei Kämpfen zwischen christlichen und muslimischen Milizen die Gewalt. Bei Massakern wurden Tausende Menschen getötet, Hunderttausende waren oder sind weiter auf der Flucht. Aufgabe der neuen Regierung von Präsident Touadéra wird es sein, das Land zu befrieden und zu stabilisieren.

Der 59 Jahre alte Mathematiklehrer war bereits von 2008 bis 2013 Premierminister der Zentralafrikanischen Republik. Er gilt als Vertreter des Regimes von Bozizé, trat aber als unabhängiger Präsidentschaftskandidat an, nachdem Bozizés Partei von den Wahlen ausgeschlossen war.

fab/mak (ape, afpe, kna, epd)