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Top-Thema – Podcast

Zensur im Iran

Im Iran gibt es viele Menschen, die auf eine politische Veränderung hoffen – auch die junge Schauspielerin Pegah Ahangarani. Sie berichtete bei einem Deutschland-Besuch über das schwierige Leben in ihrem Land.‎

Eine Iranerin mit Kopftuch sitzt vor einem Computer in einem Internet-Cafe.

Das Internet als Verbindung nach draußen

"Die meisten Medien im Iran sind staatlich", erzählt Pegah Ahangarani. Es gibt kaum unabhängige Zeitungen. Da bleibt nur das Internet übrig, das vor allem die jungen Leute nutzen. Allerdings werden viele Internetseiten geblockt. Die Pressefreiheit im Iran ist stark eingeschränkt. Einfach schreiben, was man will, kann man nicht – schon gar nicht über den Präsidenten.

Selbst wenn man etwas über Gemüse schreiben will, ist man vorsichtig, sagt Ahangarani. Man zensiert sich immer selbst. Sie hat deshalb auch nicht einfach nach Lust und Laune geschrieben, als sie einmal für die Deutsche Welle einen Blog verfasste. Im Iran leben Blogger gefährlich, weil es sehr strenge Regeln gibt.

Pegah Ahangarani unterstützt die Reformer in ihrem Land.

Mit ihrer politischen Meinung steht sie nicht alleine da. "Es gibt sehr viele Jugendliche, die für die Reformer sind", erzählt sie. Diese haben natürlich wenig Macht. Medien dagegen können mehr bewirken. Bei der Wahl 2009 konnten die Reform-Anhänger zum ersten Mal davon profitieren: Das staatliche Fernsehen musste bestimmte Dinge unzensiert senden. Dazu gehörten Werbung für die Kandidaten und Diskussionen im Fernsehen.

Die Schauspielerin hofft, dass solche Fernsehprogramme auch bei den Menschen auf dem Land ihre Spuren hinterlassen – dort, wo wenige Leute Zeitung lesen. Doch bis sich die Situation in ihrem Land ändert, müssen die Iraner nach Ansicht von Pegah Ahangarani möglicherweise noch einen langen Weg gehen.

Glossar

Zensur, die – hier: die Kontrolle von Medien durch den Staat

jemandem bleibt nichts (anderes) übrig – jemand hat keine andere Möglichkeit

etwas blocken – etwas verhindern

jemanden (in etwas) einschränken – dafür sorgen, dass jemand weniger tun kann als er will

jemanden/etwas zensieren – hier: jemanden/etwas kontrollieren

etwas nach Lust und Laune tun – etwas so machen, wie man es selbst will

Blog, der – ein Internet-Tagebuch, das von anderen gelesen werden kann

mit etwas alleine dastehen – bei etwas nicht unterstützt werden

für etwas/jemanden sein – ein/e → Anhänger/in von jemandem/etwas sein

Anhänger/in, der/die – jemand, der eine Person oder Gruppe unterstützt

von etwas profitieren – einen Vorteil von etwas haben

unzensiert – von staatlichen Stellen unkontrolliert

Spuren hinterlassen – Wirkung zeigen

einen langen Weg gehen – hier: noch lange brauchen, bis etwas erreicht ist

Fragen zum Text

1. Radio, Fernsehen und Zeitungen im Iran …

a) werden von der Regierung kontrolliert.

b) können berichten, was sie wollen.

c) können sich über die Regierung lustig machen.

2. Pegah Ahangarani ist nicht nur Schauspielerin, sondern auch …

a) Tänzerin.

b) Bloggerin.

c) Schriftstellerin.

3. Bloggen im Iran …

a) ist gefährlich.

b) ist unkritisch.

c) ist erlaubt.

4. Ergänzen Sie das richtige Verb: Der Zugang zum Internet wird

a) verbrochen.

b) verstört.

c) verhindert.

5. Welche Form ist richtig: Freies Berichten im Fernsehen

a) hat seine Spuren hintergelassen.

b) hat seine Spuren hinterlassen.

c) hat seine Spuren gehinterlassen.

Arbeitsauftrag

Schreiben Sie einen kurzen Text, in dem Sie erzählen, ob Radio, Fernsehen und Zeitungen in Ihrem Land frei berichten können.

Autorin: Anne Allmeling/Beatrice Warken

Redaktion: Ingo Pickel

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