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Politik

Zelaya beharrt auf Rückkehr

Die Gespräche zur Beilegung der Krise in Honduras sind vorerst gescheitert. Die "Tür zum Dialog" bleibe aber offen, sagte der gestürzte Staatschef Manuel Zelaya im Interview mit der Deutschen Welle.

Manuel Zelaya, der gestürzte Präsident von Honduras (Foto: AP)

Will nach Honduras zurückkehren: der gestürzte Präsident Zelaya

Die Vorschläge des costaricanischen Präsidenten Oscar Arias, der zwischen den Kontrahenten vermittelt hatte, seien für die Übergangsregierung nicht annehmbar, erklärte deren Delegationsleiter Carlos Lopez am Sonntag (19.07.2009, Ortszeit) nach dem Gespräch in San José, der Hauptstadt Costa Ricas. Insbesondere der Plan, eine Regierung der nationalen Einheit unter Führung des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya zu bilden, stieß bei den Vertretern der Interimsregierung auf Kritik.

Zelaya: "Keine Zugeständnisse"

Zelaya selbst sagte nach dem Abbruch der Vermittlungsgespräche in einem Telefoninterview der Deutschen Welle: "Wir werden immer die Tür zum Dialog offen halten, einen Dialog mit allen Teilen der Gesellschaft." Gleichzeitig beanspruchte er das Recht, in seine Heimat Honduras zurückzukehren. "Niemand kann uns das Recht nehmen in unsere Heimat, zu unseren Familien zurückzukehren."

Grundsätzlich signalisierte Zelaya seine Zustimmung zu den Vorschlägen des Vermittlers. Allerdings werde er die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit nicht um jeden Preis unterstützen, sagte Zelaya: "Wir werden den Putschisten keine Zugeständnisse machen. Die Putschisten müssen bestraft werden, damit der ganzen Welt klar wird, dass so etwas nicht wieder passieren darf."

Neue Verhandlungen am Mittwoch?

Vertreter der Kontrahenten mit ihrem Vermittler Oscar Arias (Foto: AP)

Erfolglos zwischen den Fronten: Costa Ricas Präsident Arias (Mitte) mit den Delegationen

Der Vermittler, Friedensnobelpreisträger Oscar Arias, zeigte sich nach Ende der Gespräche besorgt und warnte vor einem Bürgerkrieg in dem mittelamerikanischen Land. Gleichzeitig kündigte Arias aber an, seine Vermittlungsbemühungen fortzusetzen. Er werde sich noch drei Tage lang bemühen, eine Lösung für die Staatskrise in Honduras zu finden.

Die Krise war Ende Juni eskaliert, als der Präsident mit Unterstützung des Militärs gestürzt und außer Landes gebracht wurde. Hintergrund war Zelayas Plan, sich mit einer Verfassungsänderung eine zweite Amtszeit zu sichern. (det/fw/se/wga/dpa/rtr/ap)

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