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Aktuell Asien

Zehntausende machen Yoga-Übungen in Indiens Hauptstadt

Am ersten Welt-Yogatag haben sich in Neu Delhi Zehntausende gedehnt, gestreckt und in Pose gebracht. Hinter der Aktion unter freiem Himmel stand Indiens Premier Modi, der auf die Meditations- und Bewegungslehre schwört.

Der Premierminister stellte sich gleich in die erste Reihe auf dem Königsboulevard Rajpath. Mit Narendra Modi beugten und streckten sich auf bunten Matten Tausende Schulkinder, Studenten, Beamte, Bürger, Polizisten und Soldaten im Gleichklang.

Mittel gegen Stress

Die 35-minütige Veranstaltung im Zentrum der indischen Hauptstadt Neu Delhi endete mit einer kurzen Meditation und einem Friedensgebet. "Für viele ist Yoga nur eine Leibesübung, doch das ist nicht richtig", stellte Modi kurz vor der Darbietung klar. "Yoga spricht den Geist, den Körper und die Seele an." Überall auf der Welt, helfe Yoga den Menschen, sich von Stress zu befreien. Das Massenereignis fand unter hohen Sicherheitsvorkerhungen statt. Das Zentrum Neu Delhis war abgeriegelt, Teilnehmer an dem Yoga-Open-Air mussten Metalldetektoren passieren.

Narendra Modi (vorn) in einer Yoga-Pose (Foto: Getty)

Körper und Geist in Einklang bringen: Regierungschef Modi machte beim Yoga-Open-Air mit

Yoga-Ministerium geschaffen

Der Regierungschef will die jahrtausendealte Tradition in Indien wieder kulturfähig machen, die angesichts ihrer enormen Beliebtheit an den Westen verloren gegangen ist. Der Hindu-Nationalist hat nach seinem Amtsantritt sogar ein Ministerium dafür geschaffen, dass neben Yoga auch Ayurveda und andere traditionelle indische Praktiken fördern soll. Für die drei Millionen Regierungsbeamten und ihre Familien gibt es kostenlose Kurse.

Indien hatte bei den UN geworben

Die philosophische Lehre entstand vor mindestens 5000 Jahren im Gebiet des heutigen Indiens. Die Vereinten Nationen hatten im vergangenen Jahr auf den Vorschlag der Regierung Modi hin den 21. Juni zum Welt-Yogatag erklärt. Das Land will mit dem gigantischen Spektakel in Neu Delhi in das Guinness-Buch der Rekorde. Auch in Tausenden anderen Städten und Armee-Camps auf dem Subkontinent machten die Menschen bei den Bewegungsübungen mit.

uh/SC (afp,dpa)