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Aktuell Europa

Zehntausende Georgier protestieren gegen Putin

Zehntausende Anhänger der Opposition haben in Georgien gegen Russlands Unterstützung für die abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien demonstriert. Aber auch die Regierung in Tiflis wird kritisiert.

Bei den Protesten in der Hauptstadt Tiflis warfen die rund 30.000 Demonstranten, angeführt von der Oppositionspartei "Vereinte Nationalbewegung", der Regierungskoalition von Ministerpräsident Irakli Garibaschwili vor, keine Strategie gegen die russische Unterstützung für Abchasien und Südossetien zu haben. Die Regierung in Tiflis unternehme nicht genug, um die nationalen Interessen Georgiens zu wahren, kritisierten die Demonstranten, die die Unabhängigkeit ihres Landes in Gefahr sehen.

"Stoppt Putin"

Viele der Demonstranten trugen georgische und ukrainische Flaggen mit sich und hielten Spruchbänder mit der Aufschrift "Stoppt Putin", "Stoppt Russland" in die Höhe. Die Menge skandierte: "Lang lebe Georgien."

Die Proteste richten sich gegen Versuche des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die beiden abtrünnigen Regionen im Südkaukasus enger an die Russische Föderation zu binden. So schlug der Kreml kürzlich beiden Regionen ein "Abkommen über Kooperation und Integration" vor. Abchasien hatte sich 2008 gegen den Widerstand Georgiens und unter Kritik des Westens für unabhängig erklärt. Russland hatte bereits 2008 die Unabhängigkeit Abchasiens und Südossetiens anerkannt. Seitdem wächst der russische Einfluss in den beiden an Georgien grenzenden Gebieten beständig.

Saakaschwili rief zum Protest auf

Michail Saakaschwili - spricht per Video zu den Demonstranten (Foto: Reuters)

Michail Saakaschwili spricht per Video zu den Demonstranten

Zu den Protesten in Tiflis hatte der im Exil lebende ehemalige Präsident Michail Saakaschwili aufgerufen. In einer Videobotschaft rief er die Menge dazu auf, sich gegen die "Bedrohung der Unabhängigkeit und der Zukunft" Georgiens zu wehren. Die georgische Justiz ermittelt gegen den in den USA lebenden Ex-Präsidenten unter anderem wegen Unterschlagung und Amtsmissbrauchs. Der pro-westliche Saakaschwili war 2013 nach zehn Jahren aus dem Amt geschieden.

qu/rb (afp, dpa, rtre, APE)

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