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Folgen des Erdbebens vom Mittwoch

Zehntausende durch Erdbeben in Indonesien obdachlos

Drei Tage nach dem schweren Beben im Norden der indonesischen Insel Sumatra ziehen die Behörden Bilanz: Mehr als 45.000 Menschen haben kein Zuhause mehr. Fast 12.000 Gebäude sind beschädigt.

Aus Angst vor Nachbeben verbringen die meisten der mehr als 45.000 Obdachlosen die Nächte im Freien und campieren in der Nähe ihrer zerstörten Häuser. Bei dem Erdbeben der Stärke 6,5 in der Provinz Aceh waren am Mittwoch nach Angaben des Nationalen Katastrophenschutzamtes mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen, über 800 wurden verletzt.

Präsident verspricht Hilfe beim Wiederaufbau 

In der besonders betroffenen Stadt Meureudu baute die Armee provisorische Küchen, Unterkünfte und Feldlazarette auf. Präsident Joko Widodo verschaffte sich am Freitag einen Überblick im Erdbebengebiet und sagte Hilfe des Staates beim Wiederaufbau zu. Widodo besuchte Opfer im Krankenhaus und besichtigte in Pidie Jaya eine schwer beschädigte Moschee. 

Indonesien Erdbeben - Jami Quba - Moschee in der Provinz Aceh (Reuters/D. Whiteside)

Die schwer beschädigte Moschee in Pidie Jaya

Aceh liegt am nördlichen Ende der Insel Sumatra. Die auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring liegende Region ist besonders erdbebengefährdet. Oftmals haben die Erdstöße dort kaum Folgen. Dieses Mal sind die Schäden nach Angaben von Experten so schwer, weil das Epizentrum des Bebens nur wenige Kilometer unter der Erdoberfläche lag.

Weihnachten 2004 hatte ein durch ein heftiges Seebeben ausgelöster Tsunami an den Küsten des Indischen Ozeans allein in Indonesien mehr als 170.000 Menschen in den Tod gerissen, viele davon in Aceh. Zehntausende weitere Menschen starben in anderen betroffenen Staaten, darunter Thailand, Sri Lanka und Indien.

se/kle (afp, dpa, ap)

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