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Politik

Zehntausende demonstrieren in Thailand gegen neue Regierung

Thailand kommt nicht zur Ruhe. Nun machen wieder die Anhänger des 2006 gestürzten Ex-Premiers Thaksin mobil. Sie wollen in dreitägigen Protesten die gerade erst vereidigte Regierung stürzen und Neuwahlen durchsetzen.

Massenkundgebung in rot gekleideter Thaksin-Anhänger vor Pagoden-Skyline (ap)

Massenkundgebung der Thaksin-Anhänger im Zentrum Bangkoks

"Thaksin Shinawatra - unser Führer!", und "Wir lieben Thaksin!" skandierten zehntausende, in die roten Farben ihrer Partei gekleidete Anhänger des im Exil lebenden Ex-Ministerpräsidenten. Sie marschierten am Sonntag (28.12.2008) in der thailändischen Hauptstadt auf und forderten den Rücktritt von Regierungschef Abhisit Vejjajiva, der erst seit wenigen Tagen im Amt ist. Sie folgen damit derselben Taktik, mit der die ehemalige Opposition vor Wochen gesiegt hatte.

Premier Abhisit umringt von Abgeordneten (ap)

Abhisit nimmt nach seiner Vereidigung die Glückwünsche der Abgeordneten entgegen


Nach dieser Auftaktkundgebung wollen sich die Unterstützer der Demokratischen Allianz gegen Diktatur (DAAD) - der Nachfolgeorganisation der verbotenen früheren Regierungspartei PPP - auch in den kommenden Tagen vor dem Parlament versammeln. Man wolle aber weder das Gebäude blockieren, noch die Sitzung verhindern, versicherten Führer der Bewegung. Geplant sei, solange landesweite Proteste zu organisieren, bis das Unterhaus aufgelöst und eine Neuwahl angesetzt werde.

Dritter Premier in vier Monaten

Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva stellt am Montag (30.12.2008)im Parlament sein Programm vor, um damit auch rechtlich und offiziell die Voraussetzungen für die Regierungsübernahme zu erfüllen.

Der 44jährige Abhisit und seine Demokratische Partei (PAD) waren erst Mitte Dezember nach wochenlangen Protesten gegen Ministerpräsident Somchai Wongsawat an die Macht gekommen. Somchai galt als "Marionette" Thaksins.

Wartende Touristinnen in Bangkok (ap)

Hunderttausende Touristen strandeten auf den belagerten Flughäfen in Bangkok

Auch nach dem Sturz Thaksins durch das Militär 2006 hatte sich dessen Partei auf eine Mehrheit im Parlament stützen können. Sie stellte zwar die Regierung, wegen des Korruptionsverdachts gegen den Tycoon und Milliardär Thaksin bildete sich aber eine starke außerparlamentarische Opposition. Diese hatte Ende November die beiden Flughäfen Bangkoks besetzt und damit der thailändischen Tourismusindustrie erheblichen Schaden zugefügt.

Somchai trat zurück, Abhisit war als dritter Ministerpräsident des südostasiatischen Landes innerhalb von vier Monaten vereidigt worden. (sc)

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