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Sport-News

Zehn-Millionen-Geldbuße gegen Armstrong

Lance Armstrongs Lügen unter Eid bleiben nicht folgenlos. Ein Schiedsgericht in Dallas verurteilt den ehemaligen US-Radstar zu einer Geldbuße von zehn Millionen Dollar.

Der von Doping-Skandalen geprägte Karriere-Absturz der Radsport-Legende Lance Armstrongs findet einen weiteren Höhepunkt. Der 43-jährige Texaner verlor den Rechtsstreit mit der Versicherungsgesellschaft SCA und muss zehn Millionen Dollar (8,8 Millionen Euro) Schadensersatz zahlen.

Im Jahr 2006 hatte die SCA für Armstrongs inzwischen aberkannte Siege bei der Tour de France 7,5 Millionen Dollar zahlen müssen, weil sie die Lüge damals nicht nachweisen konnte. Armstrong hatte unter Eid bestritten, jemals gedopt zu haben. "Wir sind sehr zufrieden", sagte SCA-Gründer und -Präsident Bob Hamman: "Es ist schwer zu beschreiben, wie viel Schaden Lance Armstrongs Lügennetz angerichtet hat."

US-Regierung fordert 100 Millionen Dollar zurück

Nach Angaben der Zeitung USA Today ist es die höchste Geldstrafe gegen eine Einzelperson in der Geschichte der USA. Endgültig abgeschlossen ist der Prozess jedoch noch nicht, da ein texanisches Gericht den Schiedsspruch erst noch für verbindlich erklären muss. Armstrong versuchte bis zum Schluss, die Rückzahlung auf juristischem Weg zu verhindern. Sein Anwalt Tim Herman bezeichnete die Situation als "beispiellos", er habe nicht vor, das Urteil hinzunehmen.

Gegen Armstrong läuft noch

eine weitere Klage

. Die US-Bundesregierung hat vor, etwa 100 Millionen Dollar gegen Armstrong zu erstreiten, da er sich der arglistigen Täuschung schuldig gemacht haben soll. Die Regierung hatte zwischen 1999 bis 2004 das US-Postal-Team mit Kapitän Lance Armstrong gesponsert.

ls/sn (dpa, sid)

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