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Archäologie

Zehn-Gebote-Tafel kommt unter den Hammer

Die vermutlich älteste bekannte Inschrift der biblischen Zehn Gebote, eingeritzt in Stein, ist versteigert worden. Die Steintafel soll aus dem 4. Jahrhundert stammen. Das Höchstgebot lag bei 850.000 Dollar.

USA Stein-Inschrift der Zehn Gebote für 850 000 Dollar versteigert (picture-alliance/AP Photo/Heritage Auctions, HA.com/M. Roppolo)

Rund 1500 Jahre alt ist diese Steintafel, in die die Zehn Gebote eingeritzt sind

Der Käufer wollte zunächst anonym bleiben. Auf der etwa 90 Kilogramm schweren, 61 Zentimeter hohen Marmortafel ist über 20 Zeilen hinweg samaritanische Schrift eingraviert, die dem Hebräischen und Aramäischen entstammt. Die Tafel wurde 1913 bei Ausgrabungen für einen Bahnhof entdeckt, ihr hohes Alter und ihr Wert wurden zunächst nicht erkannt. Erst 30 Jahre später fand ein Archäologe heraus, dass es sich um eine rund 1500 Jahre alte Steintafel handelt.

Die Tafel wird öffentlich ausgestellt

Da die israelische Altertumsbehörde (IAA) die Marmortafel zum nationalen Kulturgut erklärt hat, mussten potenzielle Käufer vor Abgabe eines Gebots zustimmen, dieses uralte Schriftzeugnis öffentlich auszustellen. Der Rabbiner Shaul Deutsch hatte sie 2005 für sein Living Torah Museum in New York gekauft und stellte sie nun zum Verkauf. Sein Museum zeigt Artefakte jüdischer Geschichte und jüdischen Lebens.

Wie das Auktionshaus "Heritage Auctions" in Kalifornien mitteilte, befand sich die Steintafel ursprünglich am Eingang einer antiken Synagoge bis das Gotteshaus von den Römern zerstört wurde. Von den insgesamt zehn Geboten wie sie im Alten Testament aufgeführt werden, sind auf der Tafel neun vermerkt.

haz/se (rtr, dpa, ap)