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Aktuell Europa

Zehn Flüchtlingskinder ertrinken in der Ägäis

Wieder haben sich Menschen trotz schlechten Wetters in Boote gezwängt, die sie von der Türkei nach Griechenland und somit in die EU bringen sollten. Mindestens 24 Flüchtlinge sind dabei ertrunken.

Das Boot kenterte auf dem Weg zur Insel Samos in der Ägäis. Zehn Menschen seien gerettet worden, teilte die griechische Küstenwache mit. An der Suche nach den Vermissten beteiligten sich Boote der Grenzagentur Frontex, Fischerboote, ein Hubschrauber sowie die griechische und die türkische Küstenwache. Es sei unklar, wie viele Menschen an Bord des gekenterten Bootes waren.

Trotz des Winterwetters begeben sich immer noch jede Woche tausende Menschen auf die gefährliche Überfahrt. Weiter nördlich

vor den Inseln Lesbos und Chios konnten Rettungsmannschaften

laut Küstenwache 164 Migranten und Flüchtlinge aus den Fluten retten.

Sieben Tote am Vortag

Erst am Mittwoch waren sieben Flüchtlinge beim Untergang ihres Bootes vor der griechischen Insel Kos ums Leben gekommen. Die EU-Kommission warf in einem Bericht am Mittwoch der griechischen Regierung vor, ihrer Pflicht zum Schutz der EU-Außengrenzen nicht nachgekommen zu sein und drohte mit Konsequenzen.

Die Karte zeigt griechische Inseln in der Ägäis (DW)

Griechische Inseln in der Ägäis

Bis zum 24. Januar sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mehr als 44.000 Migranten aus der Türkei nach Griechenland gekommen, 200 Menschen starben dabei. Im vergangenen Jahr hatten 600.000 Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und anderen von Kriegen und Konflikten gebeutelten Ländern den Seeweg von der Türkei nach Griechenland gewählt. Die Überfahrt ist zwar kurz, aber gefährlich. Hunderte sind ertrunken.

Erfroren auf der Flucht

Auch auf der Fluchtroute zu Lande über den Westbalkan sind offenbar Menschen ums Leben gekommen. So wurden zwei Leichen von erfrorenen jungen Männern in der Nähe der bulgarisch-serbischen Grenze gefunden, berichten die bulgarischen Online-Portale ClubZ und Novinite Dnes mit Berufung auf die Grenzpolizei. Es handele sich um Asylbewerber, die in Bulgarien registriert waren und deswegen nicht weiter legal nach Serbien und Westeuropa reisen dürften. Die Männer haben offensichtlich versucht, über die grüne Grenze ins Nachbarland zu gelangen und sind wegen der extremen Kälte in letzter Zeit erfroren. Auf Anfrage von ClubZ habe die bulgarische Grenzpolizei berichtet, dass in letzter Zeit im Grenzgebiet bei Kalotina bereits mehrere Leichen von erfrorenen Männern gefunden worden seien.

nem/aa/fab (afp, dpa)

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