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Politik

Zankapfel Zypern

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Blick vom griechischen zum türkischen Teil von Nikosia

Weit weg von der Mittelmeerinsel, nämlich an der amerikanischen Ostküste, in New York, ist die Wiedervereinigung der geteilten Insel Zypern in Sichtweite gerückt. Auf Einladung von UN-Generalsekretär Kofi Annan haben sich dort am 13. Februar 2004 der Staatspräsident der Zypern-Republik im Südteil der Insel, Tassos Papadopoulos, und der Führer der Insel-Türken im Norden, Rauf Denktasch, zu Verhandlungen getroffen.

Das Ergebnis ist ein Fahrplan für weitere Verhandlungen, eine Lösung soll bereits in den kommenden Monaten erzielt werden. Im Idealfall soll die beiden Inselhälften zum 1. Mai gemeinsam der Europäischen Union beitreten.

Vor dem Hintergrund eines eigenen EU-Beitritts ist auch die türkische Regierung an dieser Lösung interessiert und hat entsprechend Druck auf Denktasch ausgeübt. Wie sich die beiden Volksgruppen im Detail einigen, ist allerdings noch unklar. Seit 1974 hält die Türkei den Norden von Zypern militärisch besetzt. Dieses Gebiet soll an die Griechen zurückgegeben werden, im Gegenzug würde die türkische Bevölkerungsgruppe an der politischen Macht auf der Insel beteiligt.

Zypern: Kofi Annan, Papadopoulos und Denktash

Verhandlungsbereit: Rauf Denktasch (li.) von der türkischen und Tassos Papadopoulos (re.) von der griechischen Seite (mit Kofi Annan in New York)

Wenn sich die griechischen und türkischen Zyprer binnen eines Monats (bis Mitte März 2004) nicht einigen, sollen mit technischer Unterstützung der EU die Mutterländer Griechenland und Türkei zu den Verhandlungen hinzugezogen werden. Und wenn auch das nicht hilft, darf Kofi Annan im Alleingang über strittige Details entscheiden. Das letzte Wort haben jedoch die Bürger von beiden Teilen Zyperns, die das Ergebnis in getrennten Referenden absegnen sollen. (md)

In den folgenden Beiträgen können Sie die Entwicklung der Zypern-Frage und die Interessen der Türkei in den vergangenen Monaten verfolgen.

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