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Aktuell Afrika

Zahlreiche Tote nach Bombenanschlägen und Überfällen in Nigeria

Der Nordosten Nigerias kommt nicht zur Ruhe, Islamisten greifen immer wieder Städte und Dörfer an. Im Bundesstaat Borno sind erneut zahlreiche Menschen bei einem Überfall und bei Bombenexplosionen getötet worden.

Bei einem Angriff auf ein Dorf im Nordosten Nigerias haben mutmaßliche Kämpfer der Islamistengruppe Boko Haram offenbar fast 40 Menschen getötet. Wie Augenzeugen am Sonntag sagten, waren Dutzende bewaffnete Angreifer mit Autos und Motorrädern in das Dorf Mainok rund 50 Kilometer nördlich der Stadt Maiduguri gestürmt. Sie hätten mit Panzerfäusten und Kalaschnikows um sich geschossen und mindestens 39 Menschen getötet.

Anschläge erschüttern Maiduguri

In der Hauptstadt des Bundesstaates Borno, in Maiduguri, hatten wenige Stunden vorher mutmaßliche Boko-Haram-Kämpfer einen Doppelanschlag verübt, bei dem mindestens 35 Menschen getötet wurden. Der Polizeichef des Bundesstaates Borno sagte, Polizisten und Sicherheitskräfte seien noch immer damit beschäftigt, die Leichen zu bergen. Lokale Medien berichteten am Sonntag bereits von mehr als 40 Toten. Bei dem Anschlag waren zwei Autobomben explodiert. Ein Sprengsatz detonierte in einem belebten Stadtviertel, wo zahlreiche Menschen die Fernsehübertragung eines Fußballspieles verfolgten.

Borno gilt als Hochburg von Boko Haram. Der Name Boko Haram bedeutet übersetzt "Westliche Bildung ist verboten". Die Gruppe wird von Nigeria und den USA als Terrororganisation eingestuft. Ihre Kämpfer greifen immer wieder Sicherheitskräfte, Regierungsvertreter, Kirchen und Schulen an. Bereits vergangene Woche war es zu zwei schweren Anschlägen gekommen. Am Dienstag wurden rund 50 christliche Schüler in einem Internat im nordöstlichen Bundesstaat Yobe getötet. Bei einem weiteren Attentat im Bundesstaat Adamawa starben 37 Christen.

In den drei nördlichen Bundesstaaten Borno, Adamawa und Yobe herrscht seit Mai 2013 der Ausnahmezustand. Boko Haram kämpft seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Dabei wurden seit 2009 tausende Menschen getötet.

nis/cw (afp, dpa, kna, epd)