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Welt

Zahlreiche Tote durch Tornados in den USA

Eine ganze Serie von über hundert Wirbelstürmen hat vor allem im Süden der USA Tod und Zerstörung gebracht. Etwa dreihundert Menschen kamen ums Leben. Präsident Obama ordnete schnelle Hilfe aus Washington an.

Eine Frau wartet vor völlig zerstörten Häusern auf den Rettungsdienst (Foto: AP)

Verwüstete Wohnstätten, hilflose Menschen

Bei schweren Unwettern im Mittleren Westen und den Südstaaten der USA sind mindestens 250 Menschen ums Leben gekommen. Allein im Bundesstaat Alabama sind mindestens 131 Tote zu beklagen. Der Südstaat wurde am Mittwoch (27.04.2011) von zwei Sturmfronten heimgesucht. Der Bürgermeister von Tuscaloosa, Walter Maddox, sagte dem Fernsehsender CNN, ein Tornado habe "Häuserblock für Häuserblock ausradiert". Das Schicksal vieler Bewohner ist ungewiss. US-Präsident Barack Obama ordnete sofortige Hilfe für Alabama an. Dazu sollten auch Such- und Rettungskräfte gehören. "Unsere Gedanken sind bei all jenen, die von dieser Verwüstung betroffen sind, und wir loben den heldenhaften Einsatz jener, die unermüdlich gegen die Folgen dieser Katastrophe gearbeitet haben", sagte der Präsident.

Helfer stützen einen Überlebenden der Tornadoserie in Alabama (Foto: AP)

Noch kennt niemand die Zahl der Obdachlosen

In den Bundesstaaten Alabama, Arkansas, Kentucky, Mississippi, Missouri, Tennessee und Oklahoma wurde der Notstand ausgerufen. Mehrere Gouverneure riefen auch die Nationalgarde zur Hilfe. Die schickte bereits Hunderte von Mitgliedern in die am schlimmsten heimgesuchten Regionen. Von Texas bis Tennessee zerstörten die Stürme Häuser, Autos und Stromverbindungen. In Missouri traten Flüsse über die Ufer, hunderte Menschen mussten ihre Häuser verlassen. "Angesichts der Schäden bin ich überrascht, dass es nicht mehr Opfer gab", sagte der Gouverneur von Arkansas, Mike Beebe.

Weitere Unwetter werden erwartet

Der Nationale Wetterdienst warnte vor neuen Unwettern von den Großen Seen bis zur Golfküste und zum Atlantik. Zwar könne sich die Lage vorübergehend entspannen, doch sei mit weiteren schweren Regenfällen und starkem Wind in den kommenden Tagen zu rchnen. Die regenreichen Stürme folgen auf einen nassen Frühling und einen schneereichen Winter, weshalb die Böden kein weiteres Wasser aufnehmen können. Die Pegel der Flüsse sind bereits überdurchschnittlich hoch.

Tornado April 28.04.2011

Ein Tornado entwickelt enorme Kräfte

Die Hurrikan-Saison steht noch bevor

Auch für die diesjährige Hurrikan-Saison vom 1. Juni bis zum 30. November wird mit heftigen Stürmen gerechnet. Der Wetterdienst Weather Services International (WSI) sagte 15 starke Stürme für das Festland der USA voraus, davon mindestens vier Orkane der Stufe drei oder stärker auf der fünfstufigen Saffir-Simpson-Skala.

Betroffen dürfte demnach vor allem die Küste am Golf von Mexiko sein. Die Sturmsaison werde aber wahrscheinlich nicht so heftig wie in den Jahren 2010 und 2005 ausfallen. Seit 2008 war kein Hurrikan mehr auf das US-Festland getroffen. Vergangenes Jahr gab es im Atlantikgebiet 19 Tropenstürme in Amerika und der Karibik, zwölf davon waren Hurrikane.

Autor: Rolf Breuch (afp, dpa)
Redaktion: Eleonore Uhlich

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