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Aktuell Nahost

Zahlreiche Tote bei Gefängnisausbruch im Irak

Bei einem Gefängnisausbruch sind in der irakischen Provinz Dijala mehr als 60 Menschen getötet worden. Die Behörden machten die Terrormiliz "Islamischer Staat" für den Vorfall verantwortlich.

Der blutige Ausbruch hat sich rund 80 Kilometer nordöstlich von Bagdad ereignet. Die Häftlinge des Gefängnisses der Kleinstadt Chalis hätten zunächst untereinander gekämpft, sagte ein Polizeivertreter. Dann hätten sie plötzlich die Wächter angegriffen, ihnen die Waffen abgenommen und auch die Waffenkammer der Anstalt geplündert. Bei den anschließenden Schusswechseln sollen 50 Insassen und 12 Polizisten getötet worden sein. Zahlreiche Häftlinge hätten das Chaos zur Flucht genutzt.

Terrorverdächtige entkommen

Nach Behördenangaben saßen im Gefängnis zum Zeitpunkt der Revolte 300 Häftlinge ein, denen Terrortaten vorgeworfen werden. Vertreter der Provinzregierung erklärten, die Terrormiliz "Islamischer Staat" sei für die Revolte verantwortlich. Die Dschihadisten selbst sprachen auf Twitter von einem "Erfolg". Mehr als 30 "Ritter" des IS seien befreit worden.

In der Vergangenheit hatte der IS durch sorgfältig geplante Angriffe und Revolten Hunderte Mitglieder aus irakischen Gefängnissen geholt. Die Extremisten haben große Teile des Iraks und des Nachbarlands Syrien unter ihre Kontrolle gebracht.

djo/uh (dpa, rtr)

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